Erster Aufzug. Zweite Scene.
35
Aldöbcrn.
Mord.
Doch soll ich, meint' er, nicht so frostig reden,
Von bloßem Zwist und Streit und Kampf und Krieg,
Von Sengen, Brennen, Reißen und Verheeren.
Drum brauch' ich lieber seine eignen Worte,
Die lauten so: er sei gesonnen, hierAns deiner Burg ein Hochgericht zu bauen;
ES dürste ihn nach dein und deines KindeS —
Und deines Kindes Blute — wiederholt' er.
Szilvcstcr (steht auf, sieht ihm steif ins Gesicht)
Ja so. — denn setz dich, guter Freund. — (Er holt eine» Stuhl)
Du bist
Ans Rossitz nicht, nicht wahr? — Nun setz' dich. WieWar schon dein Name? Setz' dich, setz' dich. — Nun,
Sag' an, ich hab's vergessen, wo, wo bistDu her?
l d ö b c r n.
Gebürtig? Herr, ans Oppenheim.
— WaS soll das?
S A > v c st c r.
So, ans Oppenheim — nun alsoAns Nossitz nicht. Ich wnßt' es wohl, nun setz' dich.
(Er geht au die Thür)
Gertruds!
(Srrlrudc tritt auf)
Laß mir doch den Knappen rufenVon diesem Ritter, hörst du? (Gertrud- ab)
Nun, so setz' dichDoch, Alter — Was den Krieg betrifft, das istEin lustig Ding für Ritter; sich, da bin ichAns deiner Seite. —
3 *