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1 (1859) Einleitung; Die Familie Schroffenstein; Penthesilea; Amphitryon
Entstehung
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Einleitung.

wertsten, das thnt der Weltgang schon." Das Werther- undHamletgesühl war doch in jenen Tagen noch mächtig, nirgend sehenwir das so deutlich als in dem Briefwechsel dieser geistvollen Frau.Einer der edelsten und verständigsten Männer oder Jünglinge ihresUmgangs war Alexander von der Marwitz. In demselbenJahr, da Kleist sich erschoß, schrieb er an Rahel (2. Juni 1811):Elend leben will und kann ich nicht, der Augenblick, in dem Hcr-zenLsülle und Geisteslebendigkeit mich für immer verlassen, ist fürmich der, on In vle ost nn opprobrs et In inert nn llsvolr!"Dann, 9. Juni:Machen Sie Sich meinetwegen keinen Kummer.Untergehn kann ich, aber mir zum Ekel, Andern zur Last leben,oder auf eine unverständige, gemein grausame Art endigen, daskann ich nicht, und das ist doch noch sehr glücklich. Ich habe indieser Zeit zuweilen an den Selbstmord gedacht, und immer ist esmir vorgekommcu, wie eine verruchte Rohheit, das heilige Gefäß soblutig, so überlegt zu zerstören. Auch die kann unvermeidlich wer-den durch Uebermaß der Noth, das fühle ich wohl. WunderlicherZustand. Indem ich dies schreibe, wird cs mir klar, wie bei jedernicht gemeinen Natur der Körper nach muß, so wie die Seele er-storben und er eben dadurch entheiligt ist, und wie es blos ein Glückdieser Zeiten ist, daß andern äußerlich anständigere Wege offen stehn,die einen ablenken von den: gewöhnlichen grausamen." Marwitzwartete ans diesenäußerlich anständigeren Weg;" freilich konnte eres leichter, da sein Schmerz nur in der Seele war. Er fand denWeg, er starb den Heldentod im Freiheitskriege, während Kleist durchdie Ungeduld, mit der er den Faden abschnitt, das höchste Glück ver-scherzte, das er sich geträumt, noch mit dein letzten Athemzng dieausgehende Sonne seines Vaterlandes zu segnen.