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1 (1859) Einleitung; Die Familie Schroffenstein; Penthesilea; Amphitryon
Entstehung
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XCIX
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Einleitung.

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kommen. Hunderte von Soldaten strömten herbei, die einander zu-riesen, nian habe ein paar französische Spione gefangen. Da machtees mich nun wahrhaft ingrimmig als Kleist von seinen Gedichtenhervorzog und namentlich das vom Kaiser Franz ein paar Osficie-ren reichte. Niese tapfern ehrlichen Leute betrachteten jedes politischeGedicht als eine unberufne vorwitzige Einmischung, und als sie nunvollends hinter Kleist's Namen kamen, machten sie mit einer un-glaublichen Geringschätzung der preußischen Waffenthaten ihm ge-radezu die Uebergabe von Magdeburg durch seine Verwandten zumVorwurf. Als wir nun in die Ueberreste von Asporn kamen, woin der halbzerstörten Apotheke ein Protokoll ausgenommen ward, ge-staltete sich die Sache dadurch wirklich verdrießlich für uns, daßPferde und Wagen, von denen wir gesprochen hatten, sich nirgendvorfanden. Der Besitzer entschuldigte sich später gegen uns mit derAusrede, man habe sein Gespann zur Fortschaffung der Leichen be-nutzen wollen; da sei er rasch davon gefahren. DaS Ende war:wir wurden ins Hauptquartier des Marschalls Grafen Heller nachNeustädl gebracht, und obgleich dieser sich gleich zurecht fand unduns mit sehr gütigen Worten empfing, nur daß er unsre Wande-rung ans ein frisches Schlachtfeld hin etwas verwegen fand, mußtenwir uns doch entschließen, todtmüde wie wir waren, unser nächtlichesUnterkommen noch eine gute Strecke weiter im Dorfe Kageran zusuchen.

Nachdem der Krieg verloren war, trennten die Freunde sich mitschwerem Herzen. Kleist ging nach Berlin, wo er sich kalt und im-mer kälter fühlte und, wie ich sllrchtc, selbst mit seinem Auskommenzu kämpfen hatte. Als mir die Aussicht an der Kieler Universitätals Professor eingestellt zu werden aufging, schrieb ich von Kopen-hagen an Kleist und machte ihm den Vorschlag zu mir nach Kielzu kommen und mit mir in einer bescheidenen Gemeinschaft der Gü-ter zu leben, ungefähr wie wir cs in Oestreich gehalten hatten. Mei-

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