Einleitung.
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hören in dieses Nachtgemälde, das doch im Ganzen einen schaner-lichen Eindruck macht, nnd nns Gott danken laßt, daß nicht aufdiese russische sondern ans deutsche Weise der spätere Befreiungskriegvor sich ging. Ticck tadelt die unvollständige Ausmalung der Schlacht;aber die Scene, wo Varus, im Walde verirrt, der Alraune begegnet,die ihm ankündigt, er sei zwei Schritt vom Grabe, stellt uns dieSache sinnlicher nnd ergreifender dar, als alle Details des Kampfes.
Noch schrieb er an dem Stück, als die östreichischcn Rüstungenbegannen, nnd seine Hoffnungen von neuem erwachten. Jetzt wurdedie unhistorische Versöhnung zwischen Marbod und Hcrrmann eindringender Warnungsruf an Preußen; jetzt bekam der Bannfluchgegen die Rheinbnndfürstcn, die sich auf das Staatsrecht beriefen,eine tiefere Bedeutung. „Ich weiß, Aristan, diese Denkart kenn' ich,du bist im Stand' und treibst mich in die Enge, fragst, wo undwann Germanien gewesen? ob in dem Mond nnd zu der NiesenZeiten? und was der Witz sonst an die Hand dir gicbt. Doch jetzo,ich vcrsichre dich, jetzt wirst du mich schnell begreifen, wie ich esgemeint: führt ihn hinweg und werft das Haupt ihm nieder!" Inder Hoffnung einer allgemeinen Erhebung Deutschlands schrieb erdie feurige Marseillaise: Germania an ihre Kinder; weniger abge-rundet aber wilder und natnrkräftiger als alles was drei Jahredaraus gedichtet wurde. Auch Manifeste entwarf er, von denen wireines, nach Bülow, im Anhang mittheilcn. — Ueber die nächstfol-gende Zeit hat uns Friedrich Dahlmann durch die folgende Mit-theilnng erfreut.
Den Heinrich von Kleist lernte ich 1809 kurz vor dem Aus-bruche des Krieges zwischen Oestrcich nnd Frankreich kennen. Ichwar damals vier und zwanzig Jahre alt (man wußte in dieser Na-poleonischen Welt nichts mit sich anzufangen) von Wismar, meinerVaterstadt, nach Dresden gegangen, um dort, wie ich mir dachte,Vorträge über griechische Geschichte vor einem großem Publikum zu