wett gleichsam vor seinen Richterstnl ziehn.Wenn nun gleich von einer Seite die Be-urteilung der längst gestorbenen Menschenleichter ist, als der Zeitgenossen, indemauf diese Urteile Parteigeist und Eigennuzznicht so sehr einwirken, so wird dieselbedoch von einer andern Seite schwerer, weiles nicht so leicht ist, sich in die yerfloßnenAuftritte zu versrzzcn, nnd sich die Lagen,Verhältnisse und 'Konjunkturen der Men-schen, welche schon so lange vor uns gelebthaben, anschaulich zu machen. Der Geistund das Herz der Vormenschen liegt indem, was sie uns hinterließen. Zu ihrerBeurteilung wieviel philosophischer Scharf-sinn, welche genaue Bekanntschaft mit denUrsachen der Geistesbildung, und den Trieb-federn der menschlichen Handlungen wirderfodert?— Die Geschichte darf keineGallcrie unwichtiger Schlachten undSchar-müzeln, kein mageres kronologisches Ge-rippe von Menschen sein, die nur vcgetir-ten, und starben. Aus dem großen unge-heuern Vorräte von Veränderungen, dietäglich auf unserm Planeten wechseln, diewichtigsten aushebcn, und die Kräfte undUrsachen, aus denen sie entstanden sind,eniwikkeln, —> dies ist das Werk einesMannes, der die Taten der Verwett der
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