Gottfrieds Schule. Legenden.
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Stellen^"), sondern in wirklicher Fortbildung der ganzen Manier, so daßer eine Mitte bildet zwischen Parzival und Titurel, auf dessen Ton manim St. Georg vortrefflich vorbereitet wird. Wir lassen ihm hier seineStelle unter all diesen Anhängern Gottfried's, um die hauptsächlichstenLegenden zusammenzuhalten, und weil er uns zugleich ans den kleber-gang zu Wolfram's Nachfolgern vorbereitet. Hinsichtlich der Quellender Legende verweisen wir auf die Einleitung der Herausgeber, und hal-ten es dagegen für der Mühe werth, dem Gedichte etwas genauer zufolgen, um doch wenigstens an einem Beispiele den Charakter dieserDichtungsart etwas näher darzulegen. Der Dichter versichert die ächteLegende mittheilcn zu wollen, ohne das Buch mit Lügen zu schmücken;er wolle der Wahrheit folgen, damit sein Werk über alles deutsche Landvon Tyrol bis Bremen, von Preßburg bis Metz bekannt werden möge.Er ruft den Heiligen selbst um seinen Beistand an, wie die Ritter, derenSchutzpatron er ist, im Kampfe thun, denn kein Christenmann band jeden Helm und Eisenhut auf, ohne mit Herz und Mnnd an ihn denersten Rnf ergehen zu lassen. Ein Markgraf Georius von Palästinaläßt drei Söhne zurück, Theodor, Demetrius und Georg, die sich frühin den Kämpfen mit den Sarazenen anszcichneu, besonders aber derjüngste, Georg, dessen Preis so strahlend ist, daß sich seine beiden Brü-der neidlos vereinigen, ihr Land ihm zu überlassen, au dem sich die Weltund alle ihre Geschöpfe, die Engel und Gott und seine Mutter freut.Sie gehen nach Spanien in den Kampf gegen die Heiden, Georg aberstreitet ruhmvoll in Kappadoeien. Die Kaiser Dioeletian und Maximianrüsten gegen ihn und verfolgen alle Christen; auf das Gerücht davoneilen beide Brüder aus Spanien zurück. Das Wiedersehen, die Mitthei-lung Georgs an seine Brüder, daß er entschlossen sei an den kaiserlichenHof zu gehen (in der Absicht, die Märthrerkrone zu verdienen), wird miteinem gewaltigen Schwulst beschrieben. Demetrius empfindet darübereinen Jammer, der nicht zergehen werde, „ehe einer einen Blitz oder denPhönir fange, oder einen Thurm bis zum Himmel aufbaue, oder dieSterne und den Sand zählend durch die Hand laufen lasse." Die besorg-ten Brüder liebäugeln mit dem jüngecn, hätscheln ihn wie eine Puppe,nennen ihn stets Buhlen, versichern ihn, daß sie sich umbcingen würden,
456) Zur Vergleichung eine Stelle (ISI6 ff.), zu einer ähnlichen im Parzival.Er spottet ärmlich lebender Leute; dann:
Ws, rves spoiUs teil tumder man, als iler oveu tuot <Ies sliUes!teil Iiän ckooli solkes rates itä Iieime nidt in mime rvesen,mau mülit zoeli vor mim spoNe genese» u. s. w.