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1 (1853)
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427
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Didaktische Dichtungen.

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sollen ihn nicht die Werke der Priester irren; ihre Worte seien gut, ansdie soll er achten, und um ihre Thciten sich uicht kümmern. Im Frauen-dienste sollen ihn die Sitten der Vielen nicht stören, um des Geschlechteswillen soll er sie ehren, seinen Dienst ihnen weihen und nur Gutes vonihnen sprechen. Nirgends ist die Frauenliebe und die Verehrung diesesGeschlechtes schöner gefaßt, als hier: sie sind der Welt Zierde undWürde, die Gott mit seiner Gnade, als er sich dort Engel erschuf, unshier zu Engeln gab, an denen alle unsere Seligkeit liegt; die mit derKrone geschmückt sind, in die viel edle Steine mit Tugenden gesenktsind; deren Liebe unsere Herzen heilt und reinigt und heiligt, vorderunser Gram und Kummer wie Thau vergeht. Dabei ist (Str. ll) klarausgesprochen, daß die sinnige deutsche Frauenliebe jener Zeit auf demStamme der Mutterliebe gewachsen ist, daß sie ihren Bezug auf dashäusliche Glück nimmt, und nicht auf sinnliche oder gesellige Freude,wie bei allen Südländern. Hier ist dann auch Ritterlichkeit und Waf-fenkampf und Verschmähen des guten Gemachs und des weichlichenVerliegcns gepredigt, mit dem nicht Ruhm und Ehre zu gewinnen sei.ES sind nicht grillenhafte Tugenden, die der Vater dem Sohn empfiehlt,sondern was das Leben fördert und Ehre des Hauses mit sich führt.Mit den Armen soll er sein Brot brechen, am Fremden und Reisendengastliche Freigebigkeit übe», an Jedermann höfliche Sitte, Dienstfer-tigkeit an den Freunden und am Feinde Großmuth. Den Hochgebore-nen ohne Tugend soll er geringer achten als den Niederen, der nachEhre strebt, denn die Tugend mache den Adel, und Hochgeburt ohnesie sei wie das Korn in den Fluß gesäet. Hoffahrt und Habsucht soller schwinden lassen, das Gut möge er lieben, aber sich nicht von ihmbeherrschen lassen. Den Zorn soll er zäumen, das Innere vom Gift derUntreue reinigen, in Maße leben, sein Wort in Ehren halten, der Weltgegenüber sich der Vorsicht gebrauchen. Aber frühe soll er lernen dieKräfte zu regen, denn früh brenne was eine Nessel werden will unddreißig Jahre ein Thor bleibe für immer ein Narr. Er soll gutem Rathefolgen, auf Verleumder nicht horchen,zu rechte schweigen, zu stattenreden", den Riegel vor die Zunge schießen und der Rede Ausgangbewachen, damit er nichts anderes spreche als was den Weisen behageund sein Geheimniß treulich bewahre.

Die Einkleidung des WiuSbeke in die väterliche Lehre an einenSohn ist in mittelalterlichen Sammlungen von Lehrsprüchcn sehr ge-bräuchlich gewesen. Die Franzosen haben ihre eigenen und entlehntenChastiments, die Nordländer das Sonnenlied, die Italiener kennen