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1 (1853)
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385
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Wolfram von Eschenbach.

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hier gerade zur Nachhülfe, zur Einschiebung, zur Erweiterung auf. Daßdie Gralsage schon in britischen Quellen vorbereitet gewesen wäre, istuns nicht wahrscheinlich, daß sie gar schon im Peredur angedeutet sei,unglaublich. Wir können in dem Gralgefäß so wenig den berühmtenKessel der Ccridwen finden, wie die persische Sonnenvase Giamschid;und der Deutung des Namens Peredur (per-geäur) aufGralsucher",die ohnehin von anderen Auslegern geleugnet wird, trauen wir so wenig,wie den eben so sinnigen als falschen Herleitungen aller Namen im Parzi-val aus dem Persischen, die Görrcö durchgeführt hatte. Die ungeheureAusdehnung der Sage von Parzival ging offenbar erst in Frankreich vorsich. In welcher Stufenfolge dies geschah, ist nicht möglich anzugcben,che das ganze französische Material^'-), der prosaische Roman vomGral^) und der Pereeval von Chretien von Troyeö, ganz zugänglichgemacht sind. Bei Chretien, der von den geistigen Fähigkeiten der Wali-sen die schlechtesten Begriffe hatte, läßt sich die bretagnische Grundlagenicht verkennen, aber eben so wenig die große Freiheit, mit der er diePeredursage umgestaltet hat. Eine Masse von Episoden und anderenStoffen ist hier in die 50000 Nersc des Gedichtes eingeschoben, welchedem Kern der Sache, dem Peredurmährchen, dem Wolfram und Kiotgleichmäßig fremd sind, und dies haben die Fortsctzer von Chretien's un-vollendetem Gedichte noch weiter getrieben als er selbst. Die Gralsage istbei Chretien schon einverwebt, aber noch ohne die mystische Deutung desGrals und des Graldienstcö dcr Tempclcisen, und ohne daß sie die Massedes weltlichen Stoffes überragen könnte durch ihre innere Bedeutsamkeit.Dies hatte erst in dem französischen Gedichte Statt, das Wolfram'sQuelle war, einer Umarbeitung von Chretien's Pereeval, deren Ver-fasser Wolfram, wahrscheinlich irrthümlich, Kiot von Provence nennt.Man weiß von keinem provenzalischen Dichter dieses Namens; die An-führungen Wolfram's aus ihm sind alle französisch und nicht provenza-lisch; so daß Vielen wahrscheinlich ist, der Dichter möge derselbeGuiot von Provins sein, von dem man lyrische Gedichte und jeneBibel", einen satirischen Sittcnspiegel der Zeit, besitzt, die zwar einenDichter von wesentlich anderem Sinne und Geiste zu verrathen scheint,als man sich unter dem Verfasser des Parzival denken würde. In daöWerk dieses französischen Ilmarbeiters sind neue äußere Ansätze der Sage

362) Ein Fragment ohne viel Belang hat Fr. Michel! le rainan <Iu 8t. Kraal,karia 1841 hcrausgegeben.

363) Von Borron, Alte Pariser Drucke von t523.

Gero. d. Dicht. I. Bd.

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