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1 (1853)
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Blüte der ritterlichen Lyrik und Epopöe.

unserer alten Epen eine Reinheit der Sagen suchen, in altern Quellen ansdenursprünglichen Sinn" einer Sage hindnrchzuschaucn hoffen, einenargen Stoß erhalten, und die historische Ansicht ist neu gefestigt worden,die den Sagen erst in den abschließenden Behandlungen überlegenerDichter Sinn und reine Gestalt geliehen findet nnd in den altern überallnur die rohem Grundstoffe sucht. Wir haben oben die bretagnischenVolkslieder von Morvan erwähnt, die von seiner einsamen Walderzie-hung erzählen, nnd wie er seine Mutter, nach Ritterthaten dürstend, ver-läßt, die dann der Gram um ihn tödtet. Ob diese einfache Sage zuerstan den Namen Morvan oder an welchen anderen gehaftet habe, ist unsgleichgültig; gewiß ist es, daß sie der Kern und Rahmen der Sage ist,deren Held im l2. Jahrh. in wälschen und romanischen Erzählungen dieNamen Peredur und Parzival führt. In einer sehr volksthümlichenGestalt, die an jenem einfachen Kern am treuesten festhält, ist die Sagein einem späten, strophisch abgctheilten, burlesken Gedichte eines eng-lischen Bänkelsängers des 14. JahrhS. erhalten^"), das einem älterenbetragnischen Lai nacherzählt sein mag. Die Sorge der Mutter und ihrendliches Schicksal sind hier die Anfangs- und Ausgangspunkte, zwischendie die Abenteuer des döcperlichen Ritterlehrlings eingcschoben sind, ganzum die Eine Figur des Helden gruppirt, ohne eine Spur vom Gral undohne einen geringsten Anlaß, der zur Anknüpfung der Gralsage cinladcnkonnte. Anders schon in dem Mährchen von Peredur das ganzwalisischer, nicht brctagnischer, Färbung ist. Hier verliert man die Mutterdes Helden schon mehr aus den Augen, die Abenteuer anderer Helden(Gwalchmai's) sind schon angeschoben, und denen des Peredur ist schoneine sinnvolle Bedeutung zu geben gesucht. Das Mährchen schildert denHelden schon als einen Jüngling, der unbewußt eine Aufgabe zu lösenberufen ist, den Tod seines Vaters zu rächen. Zu diesem Ziele sollen ihnunter Anderen die Abenteuer hinleiten, der schwarze Ritter, das häßlicheWeib, das abgcschnittene Haupt, die blutende Lanze., die nachher in derGralsage eine so große Bedeutung erhielten. Hier entdeckt man deutlichdie Fäden, an welche diese letztere Sage an das rohe walisische Mährchenangeknüpft wurde, das auch seinerseits noch nichts vom Gral weiß; diegeheimnißvolle Seltsamkeit der Abenteuer, die Ungelenkheit des Mähr-chcns , das ihre Bedeutung nicht in klares Licht zu stellen weiß, forderte

3K0) Bei San Marte in seinerArthursage" 1842, aus dein Thsrntomnanuscriptder Lincolncr Cathedralbibl.

3K1) Ebenda aus den früher angeführten Mabi'nogwn der Lady Guest.