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1 (1853)
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Blüte der ritterlichen Lurik und Epopöe.

der Freude an dm Heldenthatcn des Löwen entsprungen, zum Thcil ausder Absicht, Gawan (hier Gwalchmai) und Jwein im Kampf gegenein-ander zu stellen (was die walisische Erzählung schon bei einer frühemGelegenheit angebracht hatte), bis auf den Inhalt dieses letzten Vier-thcilö ist die Anlage des wälschcn Mabinogi im Wesentlichen dieselbe,wie noch die in nnserm deutschen Gedichte. Nur ist der Vortrag kurz,roh, einfach, ursprünglich, in nichts den Bearbeitungen des Franzosenund Deutschen gleich, aber zu Allem den Anlaß bietend, waS den ger-manischen Vortrag in diesen Romanen charakterisirt, der in den erstenVersuchen jener Eilhart und Ulrich noch ganz aus die Stumpfheit, Knapp-heit, Lückenhaftigkeit und Nngclenkigkeit dieses anspruchvollcn zugleichund rohen, altklugen ünd dürftigen Stiles rathcn ließ. Alles Einzelne,Reden, Seenerie und waS man Alles Form und Ausführung nennenkann, lautet anders und ist anders gefärbt, aber durchaus so, wie mancs sich nach den übrigen Quellen walisischer Dichtung, Sage und Legendedenken konnte: wunderlich im Thatsächlichcn, wie in der Art des Den-kens und Empfindens, etwas feierlich und gespreizt, wie man von derursprünglichsten Nittcrdichtung erwartet. ES ist selten, aber cs kommtdoch vor, daß sich Ausdruck und Sinn der Reden noch bis in dendeutschen Jwein hin erhalten hat. Die Freude an Beschreibung, Putzund Waffenzicr ist von hier aus der Ritterdichtuug vererbt. Die epischeErzählform ist hier und da ursprünglicher; wiederkchreude Vorfälle wer-den gewissenhaft in wiederkehrendem Vortrage ausgcführt. Die bekannteLiebhaberei der Waliscn an Triaden und Trilogien spielt auch in dieseErzählung herein; als Jwein die Laudinc (die hier keinen Namen trägt)erworben hat, sucht ihn Arthur nach drei Jahren (im französisch-deutschenJwein nach 14 Tagen) auf; drei Jahre hat Jwein ein Empfaugfcst zu-bcrcitct, es dauert jetzt drei Monate; dann zieht Arthur ab und Jweinauf drei Monate mit ihm, bleibt aber statt dessen drei Jahre bei ihm.Was den Bau der Erzählung angeht, so ist im Wälschcn weit mehr Ein-heit darin. Nachdem der Haupttheil der Geschichte, die VerbindungOwain's ( Jwein's) mit der Dame des Brunnens, erledigt ist, solgtdie Erzählung von dem Bruch und der Versöhnung zwischen Beiden raschund kurz, so daß man den Mittelpunkt der Sache nicht im geringstenverliert, der in den fränkischen Bearbeitungen in's Irre schweift. Mangewahrt die geschichtliche Erweiterung, das Einschieben fremder Abenteuer,das Ansmalcn und zwecklose Verfolgen von Nebensecncn schon hier, dasim Verlauf der Rvmanbilduugcn so ungeheuer überhand nahm. Wasden Punkt der Scelenmalerci angeht, so wird auch in dieser Beziehung,