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1 (1853)
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Blüte der ritterlichen Lyrik und Epopöe.

Dichter zuerkannt hat. An das Größte zu rühren, war in allen Fächern,in jeder Entwickelung jeder Geistcsrichtnng, zu jeder Zeit nur das glück-liche Geschick ganz Weniger. Wie sollte aber ein Hartmann nach so ho-hen Ehren streben können, der, mag er noch so schöne Verdienste haben,doch selbst seine dichterische Beschäftigung für nichts anders als einenZeitvertreib müßiger Stunden ansah, in denen er nichts besseres zu thunwußte 3^)? Diese Dichter haben alle noch ganz die furchtsame Beschei-denheit, von einiger Selbstgefälligkeit oft begleitet, welche wir auch inden Anfängern unserer Dichtkunst des l8. Jahrh. gewahren; und wasjeder neueren Kunst, im Gegensätze zu der älteren, schadete: es war nichtlebhafte Aufmunterung genug da, die dem Sänger zu einem freien Auf-schwung die Flügel geliehen hätte. Bei Wirnt kann man bemerken, wieer seine Unfähigkeit zur dichterischen Rede selber empfindet, wie er Wolf-ram um seinen kühneren und kecken Fing beneidet. Erfüllt von demGedanken, daß das thatenlosc Verliegcn und die Hingebung an Ge-mächlichkeit und Muße um Ehre und Ruhm bringe, sah Wirnt die Dicht-kunst als Allotrien an und schwankte daher zwischen dem Drang seineswirklichen Talentes und seinen ungenügenden Erzeugnissen, zu denen zwarseine Neigung ihn trieb, die Standcöpflicht aber nur halbe Kräfte ver-wenden ließ, ein Zug, der sich auch im wälschen Gast in einem Gesprächzwischen dem Dichter und seiner Feder nur etwas anders gefaßt findet.So las Wirnt einen Roman von Lifort Gawanides, der ihm zu sonder-bar, zu wunderlich und schwierig dünkte, als daß er ihn mit scinenDich-tergaben zu bemeistern hoffen konnte, der ihm eine Aufgabe für die ganzeEntfaltung eines ausgezeichneten Talentes schien, zu der er sich selbst zuschwach fühlte, zu deren Quelle er lieber einem tüchtigen Manne dieNachweisnng geben will; und doch macht er es nur von der Aufnahmeseines ersten Jugendgedichtes abhängig, ob er sich nicht dennoch an dieschwere Arbeit wagen werde. Wir werden es also begreifen, wenn mansich damals, wie in neuerer Zeit, im Anfänge auf dem betretenen Pfadehielt und vorsichtig lieber das leichtere Gleichgültige als das schwerereGroße wählte. Solcher Art sind die Stoffe der Dichtungen der beidenMänner, von denen wir hier reden. Sie sind fast alle aus dem Kreiseder britischen Mährchen gewählt. Diese Erzählungen waren das ein-fachste, was man damals wählen konnte; sie nahmen eigentlich keinanderes Talent in Anspruch als das des Erzählens, und diese Kunst zu

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