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1 (1853)
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Blüte c>er ritterlichen Lyrik und Epopöe.

läßt, ist, daß der Untergang der Burgunder in dem alten Gedichte alsStrafe alter Vergehung dargeftellt ist und als ein Fluch, der auf demRaub des NibelungenschatzcS lag, so wie wieder Etzel das Unheil, dasihn selbst betrifft, von Gottes Haß herleitet, der ihn verfolge, weil erdas Christcnthum verlassen habe, dem er fünf Jahre gehuldigt. JeneBedeutung des Schatzes aber ist in unserem Terte ganz verwischt, ob-gleich sie immer noch so leicht hineingelegt werden kann, daß mehrereAenßcrnngen des Dichters der Klage (V. 96. 113 ff.) blos persönlicheAnsichten sein könnten. An einer anderen Stelle aber (V. 285) beruft ersich ausdrücklich auf einen Ausspruch seines alten Dichters, der die Thatder Kriemhilde mit ihrer Treue entschuldigt, und dieser Ausspruch wiediese Ansicht findet sich allerdings in unserem Gedichte durchaus nicht,wo der Dichter sichtbar gegen das Ende eine feindselige Stimmung ge-gen Kriemhilde annimmt. Wenn ferner die Schuld der Kriemhilde da-durch gemäßigt wird, daß ihr die bestimmte Absicht beigclegt ist, nur andem Einen Hagen den Mord ihres Mannes rächen zu wollen, und daßnur ihre Absicht da Weibcssinn nicht über eine Spanne reichesehlgeschlagen sei, und Vas Verhängniß aus der ersten unüberlegtenNachgiebigkeit gegen das Rachcgefühl das schrecklichste Elend wie eineLawine anwälzend über die Rächenden selbst Hereinbrechen läßt, so könnteauch dies wohl in unseren Nibelungen gelegen scheinen, wo sich auchnamentlich die damit eng verbundene Ansicht, daß, wenn Etzel von demwahren Verhalt der Dinge unterrichtet gewesen wäre, die furchtbarenVorfälle hätten vermieden werden können, daß ihm aber die Burgunderaus Nebermnth das Wort nicht gegönnt hätten, fast mit den nämlichenAusdrücken wie in der Klage vorfindetAllein cs ist eben in unseremTerte so charakteristisch und man könnte das aus den Varianten auch aneinzelnen Fällen zeigen, daß er zwar eine Menge solcher innerer Ver-hältnisse der Sage berührt oder ahnen läßt, nirgends aber Deutlich aus-spricht, und man würde darin gerade das Charakteristische unserer Nibe-lungen suchen, indem man auch in anderen Fällen, am deutlichsten inden späteren Bearbeitungen des Alexanders, wenn man sie mit Lam-brecht vergleicht, ganz in derselben Weise höchst deutlich erkenut, wie Alles

331) Nibelungen Str. 1803.

Ilele iemsn xessit kNrein Oiu neliten mssre,en kele >vol nnOonslanOen clar tlocd sil ilü Aesdmeli:ckuncii in vii slanlcea übenmuM in Oelieinen ims veigneb.Damit vgl. man Klage V. 142.