Minnegesang.
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die ganze lyrische und dramatische Kunst jene großartigen Ideen breitete,einförmig, wenn man will, aber zu groß, um je zu ermüden, und aufder andern Seite ein Thema von so allgemeinem Charakter, daß eS allemenschlichen Verhältnisse in sich schließen konnte. Dies möchte dasFreud und Leid der Neueren auch; nur daß das Maß von Glückund Unglück eine eben so subjektive Sache, wie das Schicksal und seineGesetze ewig unwandelbar ist; daß jenes den Menschen stets auf sichselbst, dieses auf Alle zugleich hinwcist; daß eben hierdurch auf demletzteren Wege nvthwendig Reichthum des Geistes erworben wird, abervielleicht Innigkeit des Gemüths verloren, die umgekehrt auf jenemelfteren Wege gewonnen wird, indem man des anderen verlustig geht.Die griechische Lyrik und Dramatik umschlingt daher alle möglichenmenschlichen Beziehungen, der Minnegesang und das Kunstepos derDeutschen singt fast nur von der Liebe.
Aber nicht einmal so weit her brauchen wir, um die Verschiedenheitund die ganz einzige Eigenthümlichkeit des deutschen Minnegcsangs an-schaulich zu machen, die Punkte der Vergleichung zu holen. Der nurum zwei Geschlechter ältere Gesang der Troubadours zeigt schon auf denersten Blick, welch eine merkwürdige Kluft zwischen beiden ist, die zwarsonst so viele Verwandtschaft und gleiche Quelle Habens. Mitten unterden ersten Thaten der Kreuzfahrer ertönt zwar auch gleich der erotischeGesang zur Laute, aber auch der Preis des Kriegölebeus und ritterlicherThaten, und der Gras Wilhelm von Poitou sang schon k lOk, als erheimkehrte, Lieder von seinem unglücklichen Kreuzzuge. Nicht einmalbrauchten sie so weit die Stoffe solcher ritterlichen Gesänge zu suchen;ein eben so heiliger Krieg war in der Nähe und dieser noch mehr alsjener im Osten beschäftigte die heldenmäßigen Kämpfer, in denen dieschönste kriegerische, christlich-aseetische Begeisterung für die Glaubens-kriege brannte. Wer sollte es Wohl glauben! unter so vielen Erzählernvon heroischen Thaten bei uns kaum Ein Wolfram, dem einmal dasHerz dabei für sein „Schildesamt" schlägt, während die Anderen alle(z. B.Hartmann) bei der wohligen Leetüre der Mähren aus die Werke der altenHelden so zurückblicken, wie wir etwa auf die Wunder der Legende^«)!
285) lieber das Nähere vergleiche man das Werk von Diez über die Trouba-dours, und Fauriel's Geschichte der vrovenz. Dichtung.
28b) Hartmann: Jwain 56 ff. I>ü uns nocli mir in inu-re
sä relite uni uesen snt,ää tüten in diu rvero vil rvol.
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