Minnegesang.
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Behandlung Konrads von Würzburg) Christen auf der Seite der Griechen,und Heiden und Muhamedaner auf troischcr Seite crscheineu. Die Ver-achtung aber, mit der der christliche Stolz aus alles Ungläubige herab-sah, war in jener Selbstgenüglichkeit der Zeit noch das Geringere. Dieganze Bildung der Zeit zog sich aber jetzt auf den Ritterstaud zurück, derzugleich mit dem Verdienste der Beschirmung und der Erhöhung derChristenheit die sittliche, geistige und künstlerische Cultur an sich zu reißenbegann, und zu dem christlichen Dünkel noch den des Standes, desRanges, der seinen Bildung hinzubrachte. Unter diesem Stande handeltees sich wieder um Grundsätze, die sich einander sehr scharf gcgenüber-traten; dadurch war denn jedem Einzelnen nach Beruf und Fähigkeitdie Gelegenheit gegeben, sich der allein Reine oder Gute oder Weise zudünken. Alles also, die äußeren Verhältnisse und die inneren Zustände,wiesen den Einzelnen auf sich selbst und die damalige Welt auf die Gegen-wart hin, der sie sich mit einer Zufriedenheit und einem Stolze erfreute,den mau in allen Dichtungen und in allen Denkwürdigkeiten derRittcrs-leute so unverholcu ausgesprochen findet, daß mau wohl in aller Ge-schichte von einer solchen Selbstgefälligkeit im Leben und in der Schrift,in Völkern oder in Einzelnen kaum ein anderes Beispiel wird aufweisenkönnen. Es war ganz unfehlbar, daß sich unter solchen Umständen einglanz- und geräuschvolles Leben gestaltete und dies war besonders an denOrten der Fall, wo engerer Raum den Verkehr erleichterte und die Ge-selligkeit erhöhte; und an diesen Orten, wie in Spanien und. Südfrank-reich , trifft auch noch das Glück begünstigend hinzu. Der dortige Adelhatte bis zum Anfang des lZ. Jahrh. an allen spanischen Küsten, imInneren des Landes, in Afrika, im Morgenlaude glücklich und glorreichgegen die Heiden gestritten; der Glanz seiner Thaten hatte die ruhm-süchtige Jugend aller LänderEuropa's in seineMitta gelockt; zuletzt hatteer das oströmische Reich über den Haufen gestürzt und ein lateinischesKaiserthum gegründet. Zu Hause aber machte die Menge der kleinennaheliegenden Staaten, die Masse von Höfen, die an Glanz und höfischerBildung wetteiferten, die große Zahl der kleinen, dem Charakter nachoft sehr achtungswerthen Fürsten, (eine wahrhafte griechische Tyrannis),das öffentliche Leben ungemein mannichfaltig, im höchsten Grade reizendund blühend; die Nachwirkung der masfilisch-griechischen Bildung undder späteren römischen Schulen that das ihrige hinzu; zahlreiche Städtehatten in der vorteilhaftesten Lage (zur einen Seite nahe bei Rom, demHeerde der Bildung und des Friedens, zur andern Seite nahe bei Spa-nien, der vielhundertjährigeu Stätte des heiligen Krieges) Wohlstand