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1 (1853)
Entstehung
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276
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276 llcbcrgang zu der ritterl. Poesie der hohenstauf. Zeit.

guten Meinung, der Gesellschaft einigen neuen Stoff zu liefern, dichteten,daß gerade das, was auS dem Inneren der Nation hervorgnoll, dasVolksepoö, damals verfallen war; wenn man sicht, wie fettenderneue Stoff und die Handschriften der fremden Dichtung damals noch inDeutschland waren; wenn man erwägt, wie wenig Ansprüche ein Ge-schlecht zu machen Pflegt, das erst eine dichterische Literatur werden sichtund sich zu schonender Ermunterung aufgcfordert fühlen mußte, wenn esauch nicht innerlichst ans lebhafterTheilnahme nndBegierde nachNencmauch daS wenige Langweilige verschlänge, so lange es keinen besserenMaßstab kennt; wenn man endlich hinzu nimmt, wie die späteren Ur-theile allerdings ans der Rücksicht fließen konnten, dieVeldeke'S größerenSchülern oder Nachciferern Ehrfurcht vor dem alten Meister einflößte,so sieht man leicht, daß daS ganz zufällige äußere Verdienst der Erste zusein so klein und unbedeutend nicht war.

Doch dies ist immer in seinem Primate daö Geringste; das Wesent-liche ist, daß Er als Laie und Ritter die Eigenheiten der geistlichen undder Volksdichtung ablcgte und zuerst am entschiedensten die höfische Kunsteinführte, was damals im Gegensätze zu unserer neueren Zeit eine ähn-liche Wirkung hatte, wieLessings umgekehrtes Uebergehen von dem herr-schenden vornehmen Bombast ans den Volkston. Der inneren, geistigen,sittlichen Wirkung nach war jene große Veränderung, durch eben diesenGegensatz, so schädlich, wie diese neuere, die wir entgegensetzend ver-gleichen, gedeihlich war. In der ganzen epischenDichtnng des 12. Jahrh.standen wir bisher auf einem Boden, der die ersten Anstrengungen zueiner neuen Bildung macht, die immer und überall mehr Reize habe»,als jene anderen, welche zur Behauptung einer bereits errungenen Blüteangewandt werden. An dieser geistigen Bewegung nahmen alle Ständewetteifernd Theil, alle möglichen Geschmacksrichtungen, die verschiedenstenStoffe waren vertreten, die nach der Feststellung des Interesses an derfranzösisch-britischen Dichtung nicht alle fortgebildet wurden. Der Geistder Dichtungen wies überall noch auf die älteren heroischen Zeiten zu-rück, Alles trug das Gepräge jener kräftigen Tage Friedrichs und Hein-richs, in denen sich die vaterländische Geistlichkeit dem Ritterstande, wiedie Kriegstngend der Frömmigkeit zubewegte; und während die geist-lichen Dichter überwältigt erschienen von dem Geiste der weltlichen Ge-dichte, mit denen sie sich befaßten, während das Kriegerischste, was wirin der Dichtung des 12. Jahrh. besitzen, in den Gedichten der PfaffenLambrecht und Konrad gesucht werden muß, so stößt man umgekehrt indem Kreis der ritterlichen Dichter, nachdem die Uebernahme der Kunst-