Einführung britischer Dichtungen.
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Leopold 1194 für Richard Löwenhcrz gestellt wurden. Die Sagen vonTristan und Lanzelot scheinen ursprünglich in ihrer wälschcn Heimatnichts als flache Varianten der Sage von Mordrcd's ehebrecherischerLiebe zu dem Weibe seines Oheims Arthur zu sein, von der auch derRoman von CligcS eine erdichtete Nachbildung heißen kann. Ein älteresbardisches Gespräch zwischen Tristan und Gwalchmai^ch erwähnt schonandcutend diesen Inhalt der Tristansage, und das Leben Gildas' vonCaradoe von Llanearvan scheint in der Geschichte des Mclvas den Kernder Lanzelotsage zu geben. Durch den angedentcten Inhalt boten sichbeide Mähren der minniglichcn Sitte und Scclenknnde deö Ritterstandcözur mannichsaltigsten Behandlung dar; sie sind durch bretonische Schel-lente nmgetragcn schon ganz frühe, der Tristan in der Provcnec schon inder Mitte des 12. Jahrh., allgemein bekannt und bewundert gewesen;beide sind frühe verändert und umgcstaltct worden. Von Tristan kannteschon Eilhart (lol. 173°'.) verschiedene Erzählungen, und er selbst folgteiner anderen als Gottfried von Straßburg; in der Hauptsache sindbeide doch zu ähnlich, alö daß wir von dieser Seite bei Eilhart'S Ge-dicht verweilen mochten; von Seiten der Form aber ist es gegen Gott-fried zu roh, um eine genauere Besprechung zu verdienen. Dasselbe giltvon Ulrich's Lanzelot, der, wiewohl später alö Hartmanns Erck, nochganz in dem vielleicht trocknen Tone der meisten Gedichte des 12. Jahrh.geschrieben ist und eng angeschlosscn der Urschrift folgt, noch ohne jeneFreiheit der späteren: Dichter, denen es in diesen nüchternen, wiewohlfremdartigen Mähren gewöhnlich zu enge ward. Dem Inhalte nach bie-tet der Lanzelot indessen eine interessantere Seite alö Eilhart'S Tristan dar.Der berühmteste Roman vonLanzelöt ist die französische Prosa, welche dieRobert de Borron und Walther Map als Verfasser nennt: es ist diesein Meer von Abenteuern dcp verschiedensten Helden, ein großes Sam-melwerk, in dem der Roman vom olievalier äo la olmi-eUs, den Eheststenvon Trohes bearbeitet hatsch und dessen Inhalt (die Entführung Gi-nevra's durch MeleaganS) an Lanzclots Name geknüpft ist, nur eineEpisode auömacht. Dies ward ein Licblingöwcrk deS Mittelalters, ward
268) Ucbersetzt in San Marte's Arthnrsage.
268) Wenn anders Villemargnö Recht hat, dem Nainen INaolnas dieselbe Bcdcn-tnng zn geben, die das französische ^uoelot (ancol — svrva,u),hat, wie der Name oft,z. B. in dem von Neisfenberg heranSgegebencn cbovalier au ez'guo geschrieben, nnd injedem Falle richtig ausgelegt wird.
270) eit. 'darbö. Noims 1849.