Einführung britischer Dichtungen.
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auch ganz absichtlos zu jenem Zwecke tauglich geworben sein, denn eswar natürlich, daß die auSgcwandcrten Briten des O.Jahrh. das druidi-sche System in England zurückließen. Daß aber Gottfried's Uebersctzungpolitischen Zwecken dienen sollte, ist unzweifelhaft. Es sind wälsche Ge-dichte aus jenen Zeiten übrig (so ein Gespräch, das unter Merlin's Na-men geht), die die Ansprüche jenes Rhys ab Tewdoc mit genealogischenAufstellungen unterstützten; der Gegenstand der öffentlichen Aufmerksam-keit, so führt Gottfried selbst an, war auf Merlin gerichtet und diesnöthigte ihn, in seine Chronik gleichfalls die Weissagungen Merlin'sals eigenen Zusatz aufzunehmcn, die die Herstellung des geschwächtenBritanniens verkündetenwenn Cadwaladr und Conan ans Armorikarückkehren würden; mit deutlicher Anspielung auf Conan II., der inBretagne zur Zeit der normannischen Eroberung lebte, welche die briti-schen Hoffnungen so hoch aufspannte.
Der messianische Glaube an Arthur's und Cadwaladr's Wieder-kehr, d. h. an eine Wiederkehr altkambrischer Herrlichkeit fand, so wenigwie bei den Juden, eine Erfüllung in Beziehung auf eine politische Wie-dergeburt, aber ein geistiges Reich ward durch die poetische AuferstehungArthur's allerdings erschlossen. Das Werk Gottfried's hatte eine rascheunglaubliche Wirkung, die mau ohue die ungeheuere kriegerische undliterarische Aufregung des ganzen Jahrhunderts nicht begreifen würde.Es ward von Caradoc von Llancarvan fortgesetzt; ward mehrfach, undeinmal noch im 12. Jahrh. in lateinische Verse gebracht^); es drängtedann seinen Inhalt in die Volkssprachen der Walisen, der Anglonorman-nen und Franzosen. Wir sagten, daß cs ins Wälsche rückübersetzt wurde;Gaimar's e8tnoie ä'kmAles entstand ihm zur Seite, Ware übersetzte esnoch zu Gottfried's Lebzeiten in Versen, Layamon (um 1200) schöpfteaus ihm zu seinein Brut. Dies sind alles der Zeit nach nahe gelegene,enge an Gottfried's Buch augelehntc Erscheinungen. Andere, freiereWirkungen mag cs geübt haben, indem es den dichterischen Geist mittel-bar nährte, den das Zeitalter in allen Welttheilcn zugleich in neuer schaf-fender Thätigkeit sah. Nach den Zeugnissen der Zeitgenossen Giraldus,Alanuö, Malmsbury, nahm damals der Volksgesang über Arthur einen
261) — Nritn»v8, ui nobile rexnui»temporibu8 muNis iiinittnnt debilitnte,doueo nb .-rriiiorica veniet tviuoue 6onniiu8
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262) Maden, Vorrede zu d,nz-amon, p. Xl,.
Gcrv. d. Dicht, I. Vd. j7