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1 (1853)
Entstehung
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252
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252 Uebcrgang zu der rittcrl. Poesie der hohenstaus. Zeit.

auf Abenteuer ausziehl und nach zehn Jahren ruhmvoll wiederkehrt,während seine Mutter vor Gram gestorben ist. Diese Sage wird in demwälschen Mährchen von Peredur und in Chretien'S und Wolfram's Par-zival wieder erzählt, wo sie sich zu dem Volkölicde wie Kunst und Kün-stelei zur gesundesten Natur verhält; sie ist ein wundervoll tiefes Sinn-bild eines großen geschichtlichen Verhaltes: wie ein eingezogcncö, inengen Nationalschranken lebendes Volk seine erste Bekanntschaft mit derglänzenden, waffenfrohen Welt der germanischen Waudervölker machtund den Trieb empfindet, in gleichen Rang mit ihnen zu treten. In einethatensüchtige Umgebung gestellt, lernten die Bretagner bald, au dengroßen Weltbegebcnhcitcn Theil zu nehmen; dies wirkte, deuteten wiran, nothwendig auf ihre Volksdichtung ein; es belebte ihre alten Er-innerungen und füllte sie mit thatsächlichcm Inhalte. Die Insel derApfelbäume (Avalon), ihr verlassenes Vaterland, ward ihnen ein Auf-enthalt der Dämonen und Feen, ein Elysium der Seligen; die leerenNamen der alten Helden Owen und Geraint umkleideten sich mit einemKörper romantischer Sage und Geraint tauschte dcu Namen mit demeines brctagnischen Häuptlings des lO. Jahrh.; Arthur aber ward hierder Mittelpunkt aller Herrlichkeit der Sage. Gerade dies ist in jederWeise erklärlich. Arthur war ein südbritischer Held, dessen Sitz in derSage der Jnselbritcn nach Gelliwie in Cornwall gelegt ist; die Kernenwaren zur Auswanderung nach Armoriea die nächsten; ein neues Cor-nouaille entstand hier, in dessen Bevölkerung die dichterische Thätigkcit amgrößten war; denn noch in den nun gesammelten Gesängen sind zweiDrittheile der heroischen und geschichtlichen Balladen in kernischcr Mund-art, doppelt so viele als aus allen drei andern Landestheilcn der Bre-tagne zusammengenommen. Den Armorieancrn war Arthur ihr eignerKönig, ihre Lieder (die kleine Legende von St. Efflamm in Villcmarquä'sSammlung) stellten ihn dar als einen Bändiger der Ungeheuer; sieglaubten an seine Unsterblichkeit und Wiederkunft, wie die Walisen anCadwaladr's; und Alanus^) sagt (im 12. Jahrh.), man würde hierjeden gesteinigt haben, der Arthur's Fortleben geleugnet hätte. Damalsaber war der dichterische und nationale Cultus Arthur's auch in Waleswieder aufgelebt; cs war damals jene Chronik Gottfricd'ö von Mon-mouth schon erschienen, die aus der Bretagne die romantische Sage vonArthur empfangen haben sollte und in England ansbreitete.

253) Turner, vinilioation o5 tlie »ncieiN britisli pooms, p. 160. Schon unserHartmann von der Aue kennt diesen Glauben der Landsleute Arthurs»