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1 (1853)
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246
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246 Uebergang zu der ritterl. Poesie der hohcnstauf. Zeit.

größere französische Dichterwerkc zu übersetzen. Die französische Sprachesuchte uns aber selber auch in unseren diesseitigen Grenzen auf: an denNachbarhöfen lehrte man sie die Kinder^"); schon 1156 eignete Gantiervon Arraö dem deutschen Könige ein französisches Gedicht zu; bald, wiewir eben sahen und nun öfter sehen werden, wurden die Handschriftenfranzösischer Werke, wie nach England so nach Deutschland, an die Für-sten geschickt und von den Fürsten die Nebersetzcr dazu gewählt. Wie sichdie gothische Baukunst in ihrer ausgcbildeteren Gestalt von jenen Gegen-den aus verbreitete, wo sich das Niederfranzösische und Niederdeutscheberührte und kreuzte, so auch die ritterliche Dichtkunst in ihren höherenLeistungen. Die französischen Dichter gaben ans eigenem und vermit-telten aus fremdem Eigenthum eine Masse neuer epischer Stoffe, diees in Deutschland wenn nicht an dauerndem Werthe, so doch in augen-blicklicher Schätzung über die deutschen Volksgcsänge gewannen; derritterliche Frauendienst der Troubadours und ihr lyrischer Minne-gcsang ging innerhalb Frankreich von Süden nach Norden, und dannvon Westen nach Osten über, wie er von hier, von Deutschland aus,unter Friedrich II. mit anderen ritterlichen Bräuchen und Sitten südlichnach Italien verpflanzt ward. Vers- und Rcimkunst erhielt von denfranzösischen Mustern neue Antriebe der Fort- und Ausbildung in Lyrikund Epik; französische Wörter und Sätze gingen in die übersetzten Werke,gerade unserer besten Dichter, in Scherz oder Ernst gebraucht, als Schmuckoder Entstellung über. Und dies gerade in dem Augenblick, wo man inder deutschen Schriftsprache anfing, alles Mundartliche, das sie bis zuEnde des 12. Jahrhunderts (und später wieder) vielfach spaltete, aus-zuschließen und das Oberdeutsche für die kurze Blütezeit der ritterlichenKunst in überraschender Schnelligkeit zu überraschender Reinheit auözu-bilden. Bis dahin hatte sich Ober- und Nicderdeutschland, der Westenund Osten unseres Vaterlandes wie in einem steten Wetteifer um diedeutsche Dichtung bemüht. In dem alten Volksgesange wiesen uns dieSiegfried- und Dietrichsagen hierhin und dorthin; einer südlichen Evan-gelienharmonie lag eine niedersächsischc gegenüber, dem rheinischen

2i9) Adeues (in Wolf: Ueber die neuesten Leistungen der Franzosen für die Her-ausgabe ihrer Heldengedichte. I83Z. >>. 45):

tont droit » celui temz>8 gusze ei V0U8 llsvis,avoit uue oouNume ans ei l'zoi« ziaVs,gue tont >i grau seigunr, Ij oonte et li maredisavvient entour »ns gent lrausoise lons-dis,pour apreadre trnuyois leur klles et leur Lls.