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1 (1853)
Entstehung
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242
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242 llcbergang zu der ritterl. Poesie der hohcnstauf. Zeit.

sich zu Gott mit Psalmen und Singen, mit Beichte und Glauben, mitthräncnden Augen und großer Dcmuth, sie labten die Seele mit demheiligen Brode und Blute zum ewigen Leben und rüsteten sich scvh wiedie Bräutigame, ächte Gotteskindcr, die die Welt verschmähten, die dasreine Opser brachten, als sie das Kreuz nahmen, und zum Tode eilten,um das Gotteöreich zu erkaufen. Jetzt, wo die Heidenfürstcn nach ein-ander auftretcn, um dem Marsil ihre Dienste gegen Roland anzubietcn,und von ihm jeder seinen Bescheid erhalten, hört man wieder den Vor-trag der Romanze und gewahrt die lockcreVcrbindung; und ebenso stehendie folgenden Kämpfe außer allem strengeren Verband unter einander;dabei ist auch die bestimmte Angabe der Todtcnzahl hier und da ein achterRomanzenzng. Jedesmal wo eine Schaar Mauren und Christen, woein heidnischer Fürst einem der Paladine entgegcngestellt wird, wird wiein Aeschylos Sieben vor Theben gegeneinandergcsetzt die fromme Dcmuthdes Einen und die Hoffahrt des Andern, und der Sieg dessen, der umSeele und Himmelreich streitet über den, der um Ehre und Irdischeskämpft, eingcleitet. Die Heldensprache der Nibelungen und des Lambrechtklingt häufig in dieser Schlachtbeschreibnng an; Alles athmet noch jenealle Kraft und Männlichkeit, und es steht dem ritterlichen Geprahl unddem altnordischen Kcrnspaß dieser Helden wohl an, wenn ihnen aus derBibel manche Ausdrücke geliehen sind, wenn Roland die Feinde zu seinemFußschemel machen will und dergleichen. Es fehlt nicht an Beredsam-keit bei aller Einfalt, denn man sieht dem Dichter die Begeisterung ab,mit der er an der Sache hängt. Man merkt, daß er nicht aus Büchernfremde Zustände schildert, zu denen er nichts Entsprechendes in sich trägt;man hört, daß eine Zeit redet von Thaten, von denen sie erfüllt ist, undvon Gesinnungen und Empfindungen, die minder Räthsel waren, alsjene dunkeln Licbesgcfühle, für die nur das eigne Innere langsam eineSprache erschaffen mußte, während für jene frommen und heiligen Ge-danken der Psalm und die Evangelien den einfachsten, den treusten, denewig gültigen Ausdruck liehen. Im wüthendsten Kampfe mit den Heidenschmilzt nun die christliche Schaar und Roland weigert sich nicht längersein Horn zu blasen, was er vorher zu thun verschmäht hatte. AufTagesweite hört Karl den Nothruf, ahnt seine Bedeutung, läßt Ganclonbinden und reitet zu Hülfe. Oliver wird schwer verwundet, eine Zeitlangkämpft er noch, dann vergehen ihm die Augen, er unterscheidet nichtsmehr, hört nur noch Roland neben sich und sagt ihm Lebewohl. Eineherrliche und ergreifende Stelle, wo namentlich auch der Stricker, wassonst durchweg umgekehrt ist, den Konrad übertrifft, und die nur durch