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1 (1853)
Entstehung
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239
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Rolnndlied vom Pfaffen Konrad.

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und an großartiger Wirkung. Es kostet nur einen Blick, um cinzusehen,wie ganz aus Einem Geiste entsprossen dies Rolandlied von Konrad ist, undwicdas, was der lctztcDichter hier Hinzuthun durfte, durchaus von diesemsiegreichen, jeder Willkür widerstrebenden Charakter der Zeit bestimmtund eingeschränkt werden mußte. Fand sich der lateinische Dichter desWalther von Aquitanien versucht, der deutschen Sage die Haltung desantiken heroischen Epos aufzudrücken, so lieh jetzt Konrad oder sein Vor-gänger seinen Stil und seinen Vortrag aus dem alten Testamente; cstritt in das epische Gedicht zuweilen ein lyrischer Ton, cS ist aber nichtder, der aus dem Minuelied entlehnt ward, sondern es ist der prophetischeund andächtige Schwung der Psalmen.

Das Gedicht beginnt mit einem kurzen Anruf an Gott, daß er demDichter verleihen möge, Wahrheit zu künden von Kaiser Karl, wie erdurch seine Siege über die Hcidenschaft das Gotteöreich gewann. Dader Gotteödienstmann vernahm, wie in Spanien sündliche Abgöttereiherrschend war, nahm er sich den Zustand der Heiden zu Herzen, und einEngel des Herrn erscheint seinem fleischlichen Auge und beruft ihn imNamen Gottes zu dem Werke der Hcidcnbekehrung. Der Kaiser beruftdie zwölf weisen und tugcndlichen Pfleger seines Heeres, die reinen undkeuschen Helden, die ihren Leib feil trugen um ihrer Seele willen, dienichts mehr begehrten, als für Gott zu sterben und das Himmelreich mitdem Märtyrerthum zu erlangen. Der Kaiser hält ihnen eine Rede, inder er ihnen seinen Entschluß mitthcilt, die Hcidenschaft zu zerstören unddieChristenheitzumehren. Es ist dcrTon derBibel indem er predigt, daßihrem Dienst für Gott und ihrem Tode für Gott die königliche Krone in derMärtyrer Chor bereitet sei, die wie der Morgenstern leuchtet. Die Großenerklären sich bereit, Freie und Eigne strömen zusammen und zeichnen sich mitKreuzen. Der Kaiser ermahnt die Versammelten im Stile dcS bewaffne-ten Propheten, auch der Erzbischof Turpin redet in Davids Sprüchen zuihnen, einer der Zwölfe,die nicht Feuer noch Schwert fürchten, dieGott gewährt hat weß sic an ihn begehrten, dieweil sie hier lebten; dieals Märtyrer gestorben zum Himmel cmporgcstiegen sind, wo sie nunfröhlich leben mögen als Rathgeber; daS haben sie um Gott verdient,daß sie fürder sorgenlos leben." Dem frommen Kreuzhccr wird der Stolzder Heiden entgegengesetzt,die großen Uebermuth führten, wie stets derUnselige thut." In ihrem Rathe wird jedoch beschlossen, Friedensbotenan Karl zu senden und sich dem Christenthume zu fügen. Diese Gesand-ten, als sie ins Christcnland herabsticgen, finden ein Paradies voll Freu-den, die Felder glänzend wie golden, in einenr.Baumgarten wilde Thiece