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1 (1853)
Entstehung
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232
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232 Nebergang zu der ritterl. Poesie der hohensiauf. Zeit.

aller Kreuzfahrer, lange Jahrhunderte vor allen Kreuzfahrten, gestem-pelt; Dichtung und Sage thatcn dann das ihrige hinzu. Schon KarlsAhnen hatten die westliche Welt vor dem ersten Eindrange der Heidenbeschützt. Er selbst gab dann den Kämpfen der Gothen gegen die Maurendurch seine Eroberungen in Spanien einen neuen Nachdruck. Durch seineVerbindungen mit dem Pabstc vereinte er zuerst den Heiligenschein einesalttestamentlichcn Gesalbten und eines Hauptes der Christenheit mit demGlanze eines römischen Kaisers; die ächte Uebertieferung aus seinereigenen Zeit verglich ihn schon wegen seiner Bauwerke und seiner Gerech-tigkeit mit Salomo. Wenn ihm dieser Glanz und jene allgemeinen Ver-dienste um die Christenheit im Westen die Bewunderung der Mitwelt undder nächsten Folgezeit sicherten, so empfahlen ihn noch besondere Bezie-hungen zum Osten den späteren, kreuzritterlichen Geschlechtern. Schonzu seine» Lebzeiten war ihm von Harun al Raschid das heilige Grabuntergeben worden, und die Lust hatte ihn schon angewandelt, die Schätzedes Ostens mit Byzanz zu theilen. Hier hing sich die Legende an denheiligen Helden an. Bereits hundert Jahre vor den Kreuzzügen erzähltder Mönch Benedict von St. Andreas (um das Jahr 1000) in seinerrohen Chronik, daß Karl eine Brücke über das Meer geschlagen und amheiligen Grabe mit Hecresmacht einen Besuch abgestattct habe. Bald,als die ersten Kreuzprediger die Wunder des Tages verkündigten, hatteman seinen Geist aufstehen und zum Zug gegen die Unglriubigen ermah-nen scheu; schon in diesen ersten Zeiten trug mau sich, wie in Turpinund Tudebod zu sehen ist, mit Erzählungen von Karls Kreuzfahrt'^)und eines der ältesten assonircndcn französischen Gedichte ans dem An-fänge der Krcuzzüge behandelt Karls Reise nach Jerusalem und Konstan-tinopel^"). Was Wunder, wenn man bald den Zug Karls nach Spa-nien, der in französischen und spanischen Romanzen im Volke lebte, jetztins Auge faßte, seinen Kampf mit den Heiden, selbst den mit den Sach-sen, in das Licht eines Kreuzkciegs, ihn selbst in die Glorie eines Got-teskämpfers, eines bewaffneten Heilands, und seine zwölf Pairs in denGlanz von gottberusenen ritterlichen Aposteln und Märtyrern stellte!. wenn er kurz vor der Entstehung unseres deutschen Gedichtes heilig

234) Siehe Willens Kreuzzüge. I. Bd. erste Beilage, und klxainen de la tradi-iian Iiist. toucliant >e vnvage de (Niarleniagne ä derusalein in den INeiu. eie I'aead.des Insor. 21. p. I4!>.

235) Lliarleniagne, an an gl »norm an poem os >be 12. oenlnr;' ete. ed. k>an-olsgue Llieliel. London 1836.