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1 (1853)
Entstehung
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221
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Alcrandcrlicd vom Pfaffen Lambrecht.

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Jahrhundert, daS Gedicht eines Priesters vor sich hätte, wenn nicht dieNaivetät, die Dürftigkeit des Ausdrucks und die große Einfalt derSprache unserer Wärme Einhalt thäte, obgleich man auch hier bewun-dern muß, daß die stehenden Redensarten des Volkögesangs wie derHofdichter, die Geschwätzigkeit der letzteren und die stammelnde Rede deselfteren gleichmäßig mangeln. Von gleicher Anschaulichkeit ist dieSchlacht am Graniens, die hier an den Enfrat verlegt ist, der nächsteGegenstand von Bedeutung außer des Darius spöttischen Geschenken anAlexander, zu dem die Erzählung übergeht, indem die Ordnung der Be-gebenheiten vielfach umgekehrt ist. Jir einem wunderlichen Durcheinan-der folgt Alexanders Zug nach Griechenland, wo seine Mutter Olympiaökrank lag; unterwegs sein Kampf mit des Darius Herzog Amenta;nachher Rückkehr nach Asien, Einnahme von Abdirns, Verbrennung vonTheben, der Zug nach Corinth, Athen und Lakedämon, das nach einerBelagerung um Friede bittet. Dann Alexanders Bad und seine Krank-heit, sein Marsch über den Enfrat, ein Mordversuch ans ihn, eine neueSchlacht, in der er kämpftwie ein zorniger Bär, den die Hunde bestehn,der seine Wuth kühlt an Allem was seine Klanen erreichen," und wo erDarius Weib und Mutter gefangen nimmt. Darius schreibt ihm (diesist aus der lateinischen Quelle des Ilbei- cla gi-olim) in einem Briefe imTrotz der Verzweiflung und dankt ihm nicht die gute Behandlung; undvon jetzt entschädigen für die große Nüchternheit, die mitunter in diesenPartien herrschte, die schönsten Züge psychologischer Beobachtung, diehier mit einem Bewußtsein von dem Dichter behandelt werden, und da-bei sich auf Scelcnznständc beziehen, die unsere» Nittersängern sonst ganzfremd sind. Alexander antwortet ihm zurück: um seiner eignen Mutterwillen, ans Liebe zu der er allen Frauen gerne diene, habe er seine Gat-tin wohl behandelt, um seines Dankes willen habe er cs nicht gethan;eine Wendung, die eine andere in dem ähnlich großen Sinne gedachteder lateinischen Quelle ersetzt, und eine so cigcnthümlich deutsche, daß sieLambrechts Eigcnthnm scheint. Nun folgt nach einigen unbedeutendenVorgängen, auch nachdem Alexander verkleidet ins feindliche Lager ge-gangen, die dritte Schlacht gegen eine ungeheure Ucbermacht, von derder Rückkehrendc seinem Heere sagt,nicht schadete ein Heer von Fliegenzweien wenigen Wespen." Die Heere nahen sich wie brüllende Meere,die Geschosse fliegen von beiden Seiten dicht wie der Schnee, die Heer-Hörner tönen, Alexander ans dem Bneephalns eröffnet den Streit undermahnt seine Getreuen. Jetzt kamen sie zusammen: wer sah je zwei soherrliche Schaaren? Da war mancher Mutter Kind, daS zu Schaden