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1 (1853)
Entstehung
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220
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220 Uebcrgang zu der rittcrl. Poesie der hoheiistauf. Zeit.

ganz in den Grenzen der Wahrscheinlichkeit gehalten, im letzten häufensich dann die Wunder der Ferne. Gleich vorn verschmäht Lambrecht dieekle Fabel von Alexanders Geburt durch den Zauber des Neetanebns;die Zeichen aber, die sie begleiten und den Traum derOlympias, derihr vorausgcht, führt er an. Wenn auch er seines Alexanders Jugend-jahre schildert, sein Aussehen, seine rasche Entwicklung, seine Jugend-beschäftigungen, wie er reiten lernte und streiten im Sturm und derVolköschlacht, mit dem Schild sich zu decken und die Lanze zu führen,wie er in Sprachen und Musik unterrichtet ward, damit er von sich selbstden Sang erheben könne, wie er gelehrt wird zu Dinge zu sitzen, Rechtund Unrecht zu kennen und das Landrecht zu bescheiden, wie er ansWahrheitsliebe einem lügenhaften Lehrer den Hals bricht, wie er denBneephaluS bändigt u. f., so fällt gleich auf, wie geläufig noch diesemDichter alle Zustände des wirklichen Lebens sind, wie gegenwärtig undlebendig er sie zu machen weiß, eine Kunst, die man bei den Anhängernder britischen Dichtungen vergebens sucht. Die Jngendgeschichte des Hel-den berichtet dann (hier tritt das Vorauer Bruchstück ergänzend ein), wiewährend seines Kriegszugs gegen Nieolaus von Cäsarea sein Vater sichvon Olympiaö scheiden und mit einer Cleopatra verbinden wollte; dietrotzige Einmischung Alexanders verhütet die Familienschmach. Nacheiner neuen Ausfahrt hat er die Volksschmach abzuwehrcn, daß denBoten des Darms Zins bezahlt werde. Und wieder nach einer letztenAbwesenheit hat er die Entführung seiner Mutter, die Verwundung sei-nes Vaters durch Pausauias zu rächen; er tödtet deu verschmähten Stief-vater. Nach Philipps Tode rüstet er dann seinen Heer- und Schiffzug.Er erobert Sicilien, die Römer und Karthager unterwerfen sich ihm, erbesetzt Aegypten und Palästina; dann belagert er Tyrus. WelcherDichter des 13. Jahrhunderts hätte solche Gemälde? Ein Schiffsturm,Anstalten zum Bau von Stnrmzcug, Herbeischaffcn der Bäume vomLibanon, Belagerung und Erstürmung welcher Dichter des 13. Jahr-hunderts hätte dergleichen zu schildern auch nur unternommen? Hier istdie frische Lebendigkeit jener Cäsarschlacht im Annolicdc, und die schönsteAnlage zu einer Besonderheit der poetischen Darstellung wird hier sicht-bar, deren fast völligen Verlust in der nächsten Zeit man bitter beklagenmuß. Bei so viel Lebhaftigkeit solche ruhige Einfachheit; bei so unge-stümer Kraft und oft selbst einer gewissen Furchtbarkeit, die an das Alt-nordische erinnert, so viele Sinnigkeit; bei so viel Gesundheit diese schöneFrömmigkeit; bei so viel Frische diese gleichmäßige Wärme manwürde sich betroffen fragen, ob man ein deutsches Gedicht aus dem 12.