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1 (1853)
Entstehung
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214
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214 llebcrgcing zu der rittcrl. Poesie der hohenstauf. Zeit.

Heiligenschein eines Gottsohncs umgab, wie er die Grenzen des Landesund der See aufsuchte, so war das geeignet, die Bewunderung allerZeiten in Anspruch zu nehmen. Er that das Nicgeschcne, was Wunder,wenn schon seine Zeitgenossen ihm ins Gesicht das Niecrhörtc von seineneigenen Thaten erzählten. Das Räthsclhafte der neuen Welt, die Alexan-der geöffnet, bedingte, daß unmittelbar darauf alle jene wunderbarenSagen von Indien und den Enden der Erde unter den Griechen auf-kamen und sich an AlcranderS Geschichte knüpften. Die alten Wunder-crzählungcn des Hcrodot und Ktesias wurden hervorgcsncht; und seitjener Onesikrit zu lügen begann und HegcsiaS den schwülstigen Prunkseiner Rede hinzubrachte, gestaltete sich schon im alerandrinischen Zeit-alter eine ganze Welt voll der wunderlichsten Vorstellungen von Natur-spielen im Reich der Steine und der Pflanzen, der Thierc und der Men-schen. Alexanders Landsleute fabelten vorzugsweise über die Fernen, dieer ihnen geöffnet, und was ihnen an dem Manne selbst wunderbar schien,war nichts als seine heldenmäßige Tapferkeit, die sic schmeichelnd überden Ruhm der alten Götter und Helden setzten. Die Morgenländer da-gegen, die die Fabel über ihr eignes Gebiet nicht berühren konnte, ent-stellten seine Geschichte im Westen; oder der Nationalhaß suchte sich mitder abgenöthigtcn Bewunderung zu versöhnen und so entstanden jeneägyptischen und persischen Sagen von seiner orientalischen Herkunft oderDienstbarkeit, und jene jüdischen von seinem ehrenvollen Besuche iu Je-rusalem. Morgcnländische Sagen wußten von der Eroberung des Westens,von Rom und Karthago; im persischen Gedichte des Ahmed el Kermanni,oder doch in einem prosaischen Romane von Alexander, der ein Auszugaus jenem sein soll, ist die Straße von Gibraltar sein Werk, und er ließden Berg Calpe durchstechen; in Kedrenos Chronik kommt er schon zuden britischen Inseln. Nicht zufrieden hiermit, so rückte mau dort dieGrenzen seiner Züge auch nach Osten hinaus und endlich über die Gren-zen der Erde selbst. Der Perser läßt ihn mit karthagischen Seeleuten einezweite Welt entdecken; er läßt ihn dann, und dicö war im ganzen OrientSage geworden, den Quell der Unsterblichkeit suchen, den nur derProphet Khedr entdeckt hat; dies ist auch in die westliche Sage über-gegangen oder in das Ausstichen des Paradieses verwandelt worden, sowie Khedr für identisch mit Elias gehalten wird, der in den christlichenGedichten von Alcrander stets eine Rolle zu spielen hat. Es war nichtgenug, daß er die Reiche der Menschen bezwungen, auch die Ungeheuerund Mißgcschöpfe sollte er vernichten, das Reich der Vögel durchfliegenund im kühlen Gewässer des Meeres vom stummen Volke der Fische