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1 (1853)
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213
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Alerandcrlied vom Pfaffen Lambrecht.

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geschrieben stehen: daß es allen Christen gut und nützlich sei, die Kämpfeund Siege der großen Männer vor Christus zu hören und zu kennen,wenngleich sie noch Heiden waren.

Wir wissen aus Lambrechts Alexander, daß die Trojanergcschichtenschon vor seiner Zeit in Deutschland in erneuten Gedichtssagen bekanntwaren; wir haben schon im Annoliede gefunden, daß damals auch diefabelhaste Geschichte von Alexander schon in der Leute Munde war.Seit fast anderthalbtausend Jahren hatte sich diese Sage gebildet undunter alle Völker verbreitet, hatte sich an die Stelle der wahren Geschichtegedrängt und die Welt mit der wunderbaren Erzählung nie geschehenerDinge entzückt. Von seinem ersten Erscheinen an hatte der bestauncns-werthe Göttersohn nicht aufgchört, die Einbildungskraft der Dichter unddie Darstellungsgabe der Geschichtschreiber zu beschäftigen. Kein Menschder Erde, der sich die Größe der Welt zu seinem Ziele steckte, hat so Un-geheures vollbracht, und ist zwar dem glühenden Bewunderer des Achillkein Homer zu Theil geworden, so würde doch auch seine nngcmessenstcRuhmsucht befriedigt sein, wenn sie die Umwälzungen überschaute, dieim Reiche der Dichtung und Geschichte seiner Wirksamkeit folgten. Erstneuerdings hat man angesangen, diesen außerordentlichen Mann in seinwahres Licht zu setzen und noch fehlt sein Geschichtschreiber, der ihn wür-dig in seinem Vcrhällniß zur Weltgeschichte betrachtete. Er hat im Ostenund Westen die neue Welt eröffnet, und bcive haben sich um seine Ge-burt und um sein Wirken in der Dichtung beneidet, sie haben jedes Großean ihn geknüpft und die christlichen und heidnischen Dichter haben ihmihre Paradiese geöffnet. Noch ehe Christus war, hat Alexander durch dieArt, wie er die Vorurtheile seiner Griechen und Makedoner von einerRangordnung der Menschen, von Hellenismus und Barbarismus, that-sächlich brach und. zerstörte, den christlichen Lehren von Mcnschengleich-heit den Weg gebahnt, und ohne die Schöpfung der griechischen Bilvungim Osten hätte das Christenthum nie Boden fassen können. Ob cS na-türlicher war, daß er die Bewunderung seiner Griechen, der Gegenstanddes Neides im Morgenland, der LieblingSheld des Mittelalters oder demKoran ein Prophet war, wer kann es unterscheiden? Gleich verschuldetist ihm Asien und Europa; und wie er die achäische Tapferkeit der home-rischen Helden und die reine Hetärie der Mythenwelt verjüngte, wie ereinen Weltkampf im Sinne der persischen Erzähler bei Herodot kämpfte,wie er die Himmelsstürmerei des Herakles und die lachende Cultur-schöpfung des Dionysos aus der Heldenzcit in die Gegenwart versetzte,wie er sich mit dem Glanz eines morgeuländischcn Herrschers und dem