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1 (1853)
Entstehung
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Alcrandcrlicd vom Pfaffen Lambrecht.

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tausenden keine rechte Thatsache erbeutet und kein erfreuliches Bild; wiesic sich an diesem ewigen Einerlei von übertriebenen Zweikämpfen, vonlangen Reden, von pomphaften Worten, von sonderbaren Namen ver-gnügen können, wo keine Spur von Leben, von Empfindung, von Ge-danken aus dem Herzen ausö Papier kommt. Es kam nur darauf an,daß der Schreiber seine Lust irgendwie büßte; der Leser, auf einsamerBurg, bei mangelndem Verkehr, bei erschwerter Zugänglichkeit derBücher, ließ sich gerne das Schlechteste gefallen, wie unser thcatcrlustigesPublikum sich die abgedroschensten Späße nachsichtig aufwärmcn läßt,wenn sie nur irgend in einem neuen Kleide erscheinen.

4. Alerandcrlied vom Pfaffen Lambrecht.

Wir nähern unS mehr und mehr den Höfen und der fürstlichen undritterlichen Gesellschaft, die durch die Krcuzzüge auf die Höhe der Zeit,ihrer Thaten und ihrer Bildung gerückt wurde, die bald auch die Dicht-kunst der Zeit fast ausschließlich an sich nehmen sollte, für die die Stoffeder Dichtung immer mehr berechnet werden mußten, wenn sic dem Ge-schmack der Zeit noch Zusagen sollten. In den letzterwähnten Dichtungenwaren die fahrenden Poeten schon ganz ^n dieser Gesellschaft hingcwcn-det; im Grafen Rudolf war cs schon ein ritterlicher Sänger, der dieritterlichen Thaten besang; überall waren die Lieblingsgegenstände derErzählung jene christlichen Wandcrzügc und Kämpfe, die den geschicht-lichen Inhalt der Zeit abspiegclten. Wie deutlich uns aber in den Dich-tungen der rohen Spiclleutc dieses äußere Abbild der Wirklichkeit cnt-gegentrat, noch haben wir nichts darin finden können, waö uns deninneren Sinn und Geist der großen Bewegungen der Zeit erschlossen,nichts was die innerliche Weihe angcdeutet hätte, durch welche die Rit-terschaft in der Schätzung der Menschen so hoch cmporgehoben ward,nichts was die herrschenden Ideen bezeichnet hätte, die den ruhmvollausgezeichneten Stand, oder doch die Besten seiner Vertreter durchdrun-gen. Diesen großen Schritt vorwärts machen wir jetzt, indem wir zurBetrachtung zweier Gedichte übergehen, die von Alerander und Karl demGroßen handeln, in welchen die Größe des Stoffs die deutschen Dichteroder Bearbeiter zu einer entsprechenden Tiefe der Auffassung und zu einersinnvollen Beziehung der dichterischen Ueberliesernng auf die Lage, dieInteressen und Ideen der Zeit begeisterte. Diese beiden Gedichte, die

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