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Ucbergang zu der rittcrl. Poesie der hohenstauf. Zeit.
logien gegründet sind, auf die bald einfach-naive, bald wunderlich-aben-teuerliche Erklärung und Hcrleitnng Vorgefundener Namen. Von sol-chen Gcschichtchcn gibt eS Viele in der Kaiscrchronik, wir führen in derNote'b") nur Ein ergötzliches Beispiel an. Das Mittelalter, wie dasAlterthnm, hat kaum eine fruchtbarere Quelle der Sagenerfindung ge-habt, wie diese, und sie sprudelte in keiner Zeit so ergiebig, wie in dem12. Jahrhundert. Müßige Mönche beuteten diese Sagen auö von Men-schen, von Städten, von Völkern, angelcitet von einem bloßen Namen,der dann für die Hörer und Leser die Beglaubigung gab. So kam es,wie v. Reiffenberg sagt, daß eine Reihe von Heiligen ihr Dasein einembloßen Wortspiele zu danken haben. So kam es, daß jene ankliugcndenNamen der Schotten und Septhen, der Äsen und Ofen, der Dacier undDänen, Sachsen und Sakasuna, Geten und Gothen, der Doppel-Ibererund Veneter, der Scnnonen und Simonen, von Syracus und Saragossaso große Verirrungen in der Geschichte anstcllen konnten! Namen, Völ-ker, Städte, welche nach der bloßen Lautähnlichkeit aufs kühnste historischund poetisch verbunden wurden, weil diese die kindliche Einbildungskraftvon selbst zur Thätigkcit rief und weil diese Verbindung zugleich derstädtischen oder nationalen Eigenliebe schmeichelte! Wer sollte es demVerfasser dieses Werkes verdenken, wenn er in seinem Knabenalter sichmit Vorliebe mit dem großen Corvinuö von Ungarn oder gar mit St.Gewinns abgab, dem frommen Wallfahrer, an dessen Fürsorge undFürsprache im Himmel er nicht im geringsten zweifelte, da er ja dengleichen Antheil an dein unzweifelhaften Stammangehörigen nehmenmußte, wie dieser an ihm. Nicht anders erklärt sich jener Zug im Mit-telalter; denn es gibt ja kaum eine Stadt, die nicht wenigstens Einesolche Hcrleitnng und etymologische Deutung angeregt hätte. Da manch-mal die Anknüpfung wirklich historisch beglaubigt war, so gestattete dasum so mehr Freiheit in den anderen Fallen. Einen bedeutungsvoll klin-genden Namen, ein sonderbares Wappen zu erklären, was konnte einegrößere Aufforderung sein zur Erfindung und zur Erdichtung? Die Ety-mologie gibt dem Otfricd Stoff für seine mystischen Betrachtungen, dem
I8S) Nero verlangt von seinen Aerzten, daß sie ihn schwanger machen; sie gebenihm Getränke, es kommt die Zeit der Geburt und er gibt eine Kröte von sich. Maß-manns Ausg. l, 3Z7.
ilik »albe Sprüngen ük SN,sie rieten alle lälä rilnä;daher der Name Lateran.