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1 (1853)
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Legenden. Kaistrchronik.

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lichen Wanderzeitcn der Kreuzzügc wieder. In der letzten der einzelnenLegenden, die wir zn erwähnen haben, in dem Liede von dem heiligenAnno werden in der Geschichtssage ganz in gleicher Weise, wie inden alten Heldenliedern, Personen, Zeiten und Räume verschmolzen,und dieser Theil des Annoliedes ist aus der Kaiserchronik entlehnt, zuder cs uns den Ncbergang bahnen soll. Das Gedicht, von niederrheini-schcr Sprachfärbnng, ist ans dem Kloster Sicgburg (im Bcrg'schen) her-vorgcgangen, wo Anno (ss 1075) begraben liegt, wo 1104 der Abt Re-ginhart durch einen seiner Mönche das-Leben Slnnsss nach Lambertuslateinisch hatte beschreiben lassen, dem wieder in dem eigentlichen Lebendes Heiligen auch das deutsche Lied folgt, das man gleichfalls ausSicg-» bürg in die Welt schickte, nicht erst 1183 zur Zeit der Erhebung der Ge-

» keine Anno's (die sonst wohl in dem Liede erwähnt sein würde), sondern

viel früher, wohl um ans seine Heiligsprechung hinznwirken DerDichter, den sein Gegenstand cmporreißt (wenn auch nicht, wie HerderI einst meint, bis zu Pindar), beginnt, noch ganz geleitet von den Lieb-lingsvorstcllungeu jener südöstlichen geistlichen Dichter des 1 >. Jahrhun-derts, mit dem Sündcnfall und der Schöpfung. Gottes Schöpfung wargut; Mond uud Sonne und Sterne, Donner und Wind, und alle seine^ Werke wandeln ihren angewiesenen Pfad, nur die zwei edelsten Geschö-pfe nicht; Lueifer schied sich von den Frommen und der Mensch sankdurch Verführung, bis ihn Christus erlöste. Seine Lehre breiteten die. Apostel in alle Welt aus, auch die trojanischen Franken haben manchen! Heiligen erhalten; besonders in Köln ruhen so viele Märtyrer, dortauch Anno. Des Mannes Lob und der Preis der Stadt führt desDichters Phantasie ans die Gründer der ersten Städte, auf Ninuö und^ Scmiramis und auf Babylon. Nun geht er auf den Traum Danielsüber und auf die vier Weltreiche, auf die Löwin von Babylon, den Bä-ren von Persien, auf den Leoparden, der den Alerander bedeutet, vondessen indischem Zuge eine Episode cingeftochten wird, auf den Eber derRömer. Dies führt ihn auf Cäsar, der mit den Schwaben kämpft und(wie Karl der Große) mit den Baieru, und besonders mit den wankel-

174) Dle neueste Ausgabe von Bezzenberger: inaore von 8onte tvnnen. Qued-linburg 1848.

180) K. Roth (Leben des h. Anno, München 1847. g. X.) vermuthct auf die Zeltdes Abtes Kuno I>. (>105Lk), der ans NegenSburg gebürtig war, was die Vorliebedes Gedichtes für Baiern und die fabelhaste Belagerung Regensburgs durch Cäsar er-klären würde.

Gerv. d. Dicht, l. Vd.

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