Reinbart Fuchs.
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bewahrt ward, was in seiner Zeit nnd Sprache gewiß sehr schwer war.Denn das dürfen wir nicht vergessen, daß die niederländische und nieder-sächsische Sprache viel dazu beiträgt, jenen Charakter der Unterhaltunghervorzubringen, so wie cS, objectiv betrachtet, unmöglich als Zufallangesehen werden darf, daß sich die niederdeutsche sonst in aller Dicht-kunst wenig hcrvorgctrctcue Mundart dieses Gegenstandes gerade mit sovieler Ueberlegcnheit bemächtigte. Durch diese Auffassung und Behand-lung der Sage nun tritt hier wieder von einer anderen Seite hervor, wiedurchaus diese Dichtung den übrigen Dichtungen jener Zeiten und demganzen Treiben der oberen Regionen in der damaligen menschlichen Ge-sellschaft entgegengesetzt ist. In den meisten ritterlichen Romanen inDeutschland und Frankreich werden wir, ganz entsprechend jenen Zeitenum das 13. Jahrhundert und ihrer Geschichte überhaupt, jenen Grundder völligen Grundsatzlosigkeit im Handeln finden. Wo dies in denPoesien vorherrscht, da bedingt es die völlige Wcrthlosigkcit derselben.Nur in den besseren epischen Gedichten ringt der ritterliche Dichter odersein Held allerdings zuweilen nach Grundsätzen und kann sich dabei meistnicht zurcchtfinden; daher jener cwigeZng des Jammers in allen Werkender Hvfdichtcr, der nur wcgfällt, wenn ein Gottfried, indem er zu einemPrineip der Kunst kommt, einsieht, daß er dem Charakter jener Stoffenach seinem Helden geradezu allen Grundsatz am kürzesten wcgnimmtund ihn als Spielball von Geschick, Zufall und Leidenschaft schildert.Jene Gedichte zeigen also ein mühsames, schweres, meist fruchtloses Rin-gen aus dem Gemeinen ins Hohe nnd Ideale, nach höheren leitendenGrundsätzen; dieses ThiercpoS aber vergräbt sich recht in den Mangelderselben und weiß und ahnt deren keine. Dort ist ewiger Wechsel vonLieb nnd Leid, nnd in das schönste Glück ist Bitterkeit von der Naturschon niedergelegt, aber hier geht Alles aufs lustigste her, und selbst dasUnglück wird nicht so ernst empfunden; man trifft dort aus die Plagennnd inneren Leiden, welche das höhere Streben im Menschen immer mitsich führt, hier nur ans die ungestörte Lust, welche die niederen Ständetrotz ihrer äußeren Geplagtheit immer besitzen. Indem dort der Dichterdas Schwanken seines Helden natürlich selbst theilt, schwächt dies denEindruck, den sein Gedicht macht; hier ist die unverwüstliche Festigkeiteines Volksgedichtes, das von dem für Natur und Einfalt empfänglichenDichter unverletzt dargcstellt wird, und daS in seiner Wirkung auf dasGemüth des Lesers durchaus ganz und vollkommen ist. Von jenen Rit-tercpen weg gehen wir aus Zweifel in Zweifel, hier fühlen wir unsinnerlichst erquickt und befriedigt. Der Rcinaert steht gegen die ritter-