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1 (1853)
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117
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Fränkische Zeit.

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allgemein gehalten; in einem anderen Gedichte des 12. Jahrhunderts überdenselben Gegenstand"'') sieht man schon, wie sich die einfachen Quellendieser Sage in der Offenbarung und bei einzelnen Vätern allmählig epi-scher formten; es wird hier dem Gegenchrist oder Endchrist, dem Sohneder stolzen Babylon, schon eine Gegengeschichte, dreißig Jahre Stilllebenund drei Jahre seiner pseudomessianischen Laufbahn geliehen. Ueber dieZeichen des jüngsten Gerichtes gibt es mehrere Gedichte des 12. Jahr-hunderts mehr vereinzelt steht das Bruchstück einer Rede'"), dieim Gegensatz zu diesen schreckhafteren Gegenständen von der Burg desHimmelreichs eine glänzende, von gelehrten Abschweifungen nichtfreie Darstellung entwirft, worin die Schilderung des seligen Lebens derHimmelöbürger dadurch naiv wird, daß der Dichter natürlich nichts anzu-führenhat, alswaö sicdort Alles nicht haben, noch thnn und treiben. Im13.' Jahrh. treten die Gedichte über die letzten Dinge mehr zur Seite;diese Stoffe wurden dem weicheren Geschlechts zu düster und hart, im. kehrten sie mit der Verwilderung der Zeiten wieder zurück "ch.Dem milderen 13. Jahrh. empfahl sich mehr die fromme Beschäftigungmit der Maria, die gegen das strenge letzte Gericht ein Schutz und Ge-gengewicht war. Doch begann ihre dichterische Lobpreisung in Deutsch-land schon frühe im 12. Jahrh. Ihre Wunder, ihre Verehrung hatteschon unter Justinian angefangen, und als ihr im 7. Jahrh. BonisazIV.das Pantheon weihte, galt sie schon allgemein als die Fürsprecherin derMenschen und stand ihnen als solche näher, als Gott selbst. So wardie jungfräuliche Pallas den Griechen die nähere Helferin, da Zeus sichnie zu unmittelbarer Hülfleistung herablicß; ihre Theilnahme aber, alsRathgeberin und Helferin für die Rüstigen und Tapferen, ist von derder Jungfrau Maria, der Trösterin gläubiger und schwacher Sünder, soeigen verschieden, wie die ganze altc Sittcnlehre von der mittelalterlichen.Auch für den poetischen Cultus der Maria nun finden sich die frühestenBelege in Oesterreich, obwohl er sich sehr schnell über ganz Deutschland

115) Antichrist, in Hoffmann's Fundgr. 2, lüg.

1IK) In den Fundgruben 2, 135 ff. und in Haupt's Zeitschr« 1, 117. Bergt. E.Sommer ebd. 3, 325.

117) Mitgetheilt in Haupt's Zeitschr. 8, 145 von Schmetter, der den Verfasseroder Schreiber des Gedichtes für einerlei Person hält mit dem Verfasser der WindbergerPsalmenübersetzung vom Jahr1178, die Graff1838 herausgab und zu denen Schmeller(ebd. x. 120.) einen Anhang liefert.

118) Ein Antichrist aus dieser Zeit in Haupt's Zeitschr. 6, 3K0 ; ein anderer inden Fundgruben 2, 104; ein dritter zu München LoO. germ. 574. tot. 87 ff.