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1 (1853)
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Volksdichtungen in latein. Bearbeitung.

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von Personen sichtbar; Hagen ist bei Attila, und nicht Alphcr, sondernEcmanrich, als Walthers Vetter, schickt ihn znAttila. Vornicht lange hatsich ferner ein deutsches Bruchstück von einemWalther und Hiltgnnt",einem Epos des 13. Jahrhunderts gefunden^'), das in den Schluß desGedichtes fallt, und vom Empfang des rückkehrendcn Walter, denVolckcrdurch das Bnrgundenland geleitete, bei seinem Vater Alpher in Lcngerö(Langrcs) handelt. Wir haben eine andere Wendung der Fabel, die denBeziehungen imBiterolf und in denNibelnngcn zu entsprechen scheint, wirhaben das Nibelungenpersonal, von dem der Waltharius außer Güntherund Hagen nichts weiß, und in der Form eine Erweiterung dcrNibclun-gcnstrophe. Das Bruchstück zeigt hinreichend, welch eine Kluft unsereVolksdichtung der heroischen Jahrhunderte von der der ritterlichen schied.

Ein Gegenstück von dein höchsten literarischen Interesse hat sich zuWaltharius gefunden in den Bruchstücken des lateinischen Ruod-lielchH, der von den Mönchen am Tegernsee im Anfang des II. Jahr-hunderts anSgegangcn ist^). Sprache, Vers und Darstellung sind indiesem Gedichte viel verderbter, als im Walther; für diese neu an-setzcndc Rohheit muß dann, wie I. Grimm sagte, der Natnrhauch ent-schädigen, der den älteren strenger antik gehaltenen Werken eines Hrabanoder Walafried abgeht. Der Inhalt ist dieser: Ein Edler (Ruodlieb)hat sich im treuen Dienst großer Herren nichts als Versprechungen undFeindschaften verdienen können, und begibt sich in fremde Reiche. ImNachbarland führt ihn ein Waidmann an den Hof des Königs, in dessenDienst er sich kriegerisch auözeichnet. Das zweite Bruchstück erzählt unseine Friedenstiftung zwischen diesem Könige und seinem Gegner. Unterden Festlichkeiten erhält Ruodlieb eineu Brief von Hause, der ihn zur

Vleerat Ine lotum dupliei cerlumine mundum,insignis bellis, olariar est meritis.

Ilnue Ilerua reemuir guugus torridus Indusvi'Ius et oeeasus 8ul>s «um metuit.tluius kumu suis ritulis redimitu coeusclsullru caesarias seaudir abliino aguilas.

81) In der Frühlingsgabe (1839. neue Titelausgabe: Schatzgräber. 1812.) vonv. Karajan und Haupts Zeitschrift II, 210.

82) In GrimmS und SchmellerS latem. Gedd. des 10.I I. Jahrh. und weitereBruchstücke in Haupts Zcitschr. f. d. Alt. I. p. 401 ff.

83) Schweller nimmt Froumunt als Verfasser an, von dem ein Büchlein eristirte(cod.I'ex. 1008), worin 40 kleinere Gedichte und verschiedene Briefe, die meist gedrucktsind in ülubillon uualeotu; p«Ir tbos. unecd. u. s» w.