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1 (1853)
Entstehung
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Grundlagen des deutschen Volksepos.

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H wüchse entstellt worden. Nach der geschichtlichen Ansicht ist sie unter dent Franken entstanden, ist dann in Deutschland, wo sich vor dem II.Jahrh.s kein Zcugniß sür sie findet, eine Weile vergessen worden, ist nach dein' Norden übcrgcwandert, ward dort, in der Umgebung einer reichen Göt-tersage, wie jede auch geschichtbcgründete und einheimische Sage desNordens mit mythischen Bestandtheilen versetzt und wirkte so, auf We-gen, die wir nicht verfolgen können, auf jene deutsche Gestalt der Sagezurück, die wir dann in den Nibelungen wieder in ein klares, durch un-mythische, menschliche Thatsachen geschlungenes Verhältnis; mit der rein' deutsch gebliebenen, einfachen und unmythischcn Dietrichsage gesetzt fin-- den. Der historische Trieb wird in dieser Anknüpfung selbst in der nach' nordischein Geiste entstellten Sage auf deutschem Boden sogleich wiederkenntlich. Es ist in diesen Sigurd- und Siegfriedsagen, die sich nach.' ihrem Inhalte berühren, derselbe verschiedene Grundzug erkennbar, derdie ältesten dichterischen Sagen, die nach ihrem Inhalte ganz unabhängigvon einander sind, selbst in der lateinischen Auflösung bei Nordländernund Deutschen unterscheiden. Immer geht der Zug dort nach dem Wnn-. dcrbarcn und Mythischen, hier nach dem Einfachen, und um nichts zu sagen Geschichtlichen nach dem Thatsächlichcn menschlicher Ver-/Müsse.

Z' Ob ein Volk seinen Sagen vorzugsweise diesen oder jenen Charak-s tcr geben soll, hängt lediglich von den Verhältnissen der Zeiten undRäume, von der Natur und der Geschichte des Volkes ab, das sie ge-biert und pflegt. Ist ein Volk wie die Seandinavcn beherrscht vonv einer gewaltigen Naturumgcbung, welche die menschlichen Kräfte über-j> ragt, fehlt ihm wie den Kelten und Indiern die geschichtliche Entwick-st luug, Thatsachen, und mit ihnen die Kenutniß des handelnden Men-H. scheu, so wird jeder Sage, die cs erzeugt, das historische Element ab-gehen und Jeder, die cs aufninnnt, wird es daS historische Element ab-streifen. Es wird feste lebende Gestalten verallgemeinern, aus Personen§ und Menschen Ideen und Götter machen, die historische Wahrschcinlich-D kcit, die menschliche Wirklichkeit gegen die Wunder derNatur vertauschen,'.H es wird beinüschcn, was Alles nur eine Sage mythisch, ja mystisch undA allegorisch machen kann. Sind ja zu gewisse» Zeiten, die dahin geneigtZ waren, die wirklichen Begebenheiten, noch ehe sie fertig waren, allcgo-^ risch gedeutet worden. Völker dagegen und Zeiten, die schon in derHelle, nicht der Geschichtschreibung, aber der Geschichte liegen, wie. unsre deutschen Väter, gehen durchaus von nüchterner Beobachtung derM auch in der Sage aus, die sich mehr auf die menschlichen