Grundlagen des deutschen Volkscpos.
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( besungen, aber auch biö nach England hin war nach dem Wandcrers-liede sein Preis gedrungen; und der Dichter des Bcowulf kennt denFall des Hygelae^) durch die fränkischen „Hctvare", die Abwehr einesdänischen Einfalls auf fränkisches Gebiet durch die (über den Rhein cin-gewanderten) Hattnaricc im Anfang des <>. Jahrhunderts.
Nächst diesen unmittelbaren Zeugnissen für das Fortleben geschicht-licher Helden und Thaten im Gesänge haben wir eine zweite Art mittel-barer Zeugnisse zu beachten, die Spuren älterer Ueberliefernngen in dem- nationalen Epos späterer Zeiten, und besonders in den Nibelungen.Daß wir hier überall auf die Trümmer geschichtlicher Sage stoßen,beweisen die bloßen Namen der vorragendcn Gestalten. In Theodorich, und Attila, an deren historischer Beziehung nie gczweifelt wurde, ist die» gothische Sage vertreten; die Geschichten der thüringischen Könige, dieH gleichfalls in dichterische Sage übcrgcgangen waren, spielen in denNamen Jrnsrit und Jrine in die Nibelungen herüber; in dem Untergangeder burgundischcn Könige, deren Namen in dem alten burgundischcn Ge-setze beglaubigt sind, scheint deutlich eine Erinnerung an die (geschichtliche)^ Vernichtung Gundiears durch dicHunncn hindurch. Was aber bei dieserVersammlung der Heldcnnamcn so vieler deutscher Stämme, nur in demI Einen Nibelungenliede, auffällt, ist dies, daß der bei weitem mächtigste^ Stamm, vor dem gerade alle die übrigen verschwanden, der fränkische,ß ans den ersten Blick allein keine Stelle darin gefunden zu haben scheint,s Diese Bemerkung wird noch auffallender gemacht durch das tiefe Still-L schweigen über allen VolkSgcsang, das bei dem Hauptgeschichtschreiberder Franken herrscht, der nirgends erwähnt, daß die Geschichten der frän-kischen Könige in Lieder übergegangcn wären. Allein Gregor von Tours,, war ein Römer und schrieb mehr eine kirchliche, als eine fränkische Volkö-sl geschichtc, ec hatte nur Legenden zu erzählen und hielt sich der Volkösagcs fern. Nach dem Zeugnisses des Poeta Saro scheint es nicht zu bezwei-s feln, daß auch unter den Franken die Lieder des Volks den Ruhm „derPipine und Karle, der Ludwige und Thcodoriche" gefeiert haben. UnterH diesen Helden des fränkischen Gesangs unterscheidet die QuedlinburgerH Chronik (Anfangs des II. Jahrhunderts) einen fränkischen Hugo-Theo-^ dorich von dem gothischen Amelnngen (Dietrich von Bern); cs ist dies—-
SK) Der Chochilaich bei Gregor von Tours II>, 3.
27) Poel» 8->xo V, 117. bei No,Nr I, 268.
28) Bei ?eiNr V, 31. Hugo Tbooiloricus ist« «ticitur, i<I esl franeus, guia«lim ouines fi'uuci Ilugones vocaliaiNur. Dieser letztere Zusatz ist offenbar eine der