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1 (1853)
Entstehung
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in Deutschland.

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durch jene ersten Sänger der Hellenen Leben, die Raubthiere legen vorOrpheus Leier ihre Wildheit ab, das Ungeheuer der Hölle und die Göt-ter der Unterwelt ihre finsteren Schrecken. Von Zeus wird in des Dich-ters Seele der begeisternde Funke gelegt, daß nicht der Sänger um seinesGesanges Inhalt getadelt werden darf. Nur die unsterbliche That, desLiedes Keim, wird wie die Ursache vor der Wirkung höher gehalten,sonst aber setzt der Achäer in das Horchen ans den Gesang die höchsteLust seines LebenS; an ihren Genuß aus dem Mund der Sirenen setzt derirrende Odysseus sein Schiff und Leben. Die Begriffe von den Wirkun-gen der Dichtung sind die feinsten, die je gefunden werden. Sie solldurchaus störungslos auf das ganze Gcmüth wirken; sobald sie an Alki-noos' Tafel durch ihren Inhalt den Odysseus aufrcgt, durch den Stoffauf ein einziges Gefühl wirkt, statt heiterer Stimmung eine gramvolleErinnerung aufruft, sogleich wird sie unterbrochen, weil sie ihren Zweckverfehlt. Man vergleiche mit diesen Vorstellungen von der göttlichenQuelle der Dichtkunst die von Odin's Meth, der anS des MenschenBrust herausgelockt wird; wenn wir auch mit Finn Magnussen die sau-bere Fabel gern der späteren Zeit zuschreibcn, wie materiell bleibt immerauch das bloße Bild! Die historische Treue wird im Lied des Rhapsodenvorausgesetzt, gepriesen wird schon damals der bild- und lebenvolle Vor-trag; es ist die Form, die man preist aber inGodrnnarhvöt(Str.2l)ist es der Inhalt, es sind, wie im ganzen Mittelalter, die Schicksale, dieAbentheuer,welche derMännerHerz erleichtern und der FrauenKummermildern," und wo der musikalische Vortrag eine Wirkung macht, da istin allen nordischen und finnischen Anekdoten von der Gewalt des Gesangsdie Wirkung eine bizarr übertriebene, und meist läuft sie anfHervorrn-fung oder Unterdrückung einer einzelnen Leidenschaft hinaus. Wie fernerdie griechische Kunst auch später nicht fremden Zwecken gedient hat, soerscheint sie schon so frühe durchaus selbständig und herrschend. Obgleichebenso wie bei dem Germanen auch bei dem Achäer Alles ans Krieg undKampf ging, obgleich seine edle Muße, seine festungsartige Wohnung,jeln Adel, der nur in der Stärke der Faust bestand, sich hierhin bezog, sodiente doch sein Gesang dem Kampfe nicht; still ging er in die Schlacht,und überließ es den Barbaren, mit Geschrei sich zu begeistern. Der Päanertönt bei Homer nur bei Sühnopfer und Lcichcnbegängniß, und wahr-scheinlich nur aus dem Munde einer kleinen Anzahl von Jünglingen; alsSchlachtgcsang war er schwerlich vor der größeren Ausbildung des Ge-sangs überhaupt üblich, und auch dann nicht als Reizmittel, sondern alsGebet zu dem Gotte. So ist auch die Vereinigung des Wahrsagcrthums