in Deutschland.
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Basan, der wie Zmiwlris Gott und König ist. Diese Dinge also gehendie deutsche Geschichte und poetische Sage nichts an. Wir erwähnen aberdes JornandcS Ansicht darum ausdrücklich neben Hunnibald, um zu zei-gen, wie das abcutheuerlichste Fabel- und Sagcnwerk, das den müßig-sten Erfindungen späterer Geistlichen gleicht, schon frühe in die deutscheGeschichte, und darum das Aehnliche möglicherweise noch früher in diedeutsche Sage eingeschwärzt ward^).
Nächst diesen Liedern erwähnt Taeitus der Germanen Schlachtgc-sänge. Nachts vor dem Kampfe erscholl in ihren Lagern Lärm und Ge-sang; unter dem Gesang der Männer erfolgte der Angriff und unter demGeheule der Weiber. Eine eigene Art von Schlachtliedcrn waren die,durch deren Vortrag, den sie Bardituö nannten"), sie den Muth entzün-deten und aus deren Gesang selbst man den Erfolg des Kampfes wahr-
8) Ich lasse die obigen Sätze stehen, obwohl ich I. Grimm über JornandcS unddie Geten. 1846. 4., so wie seine Geschichte der deutschen Sprache und A. gewissen-haft gelesen nnd seine Ansicht von der Identität der Gothen und Geten wohl erwogenhabe. Ich unterscheide drei PrüfnngSnnttel, nach deren Ergebnissen ich mich ent-scheide. Wenn man die Z cn gnisse nnd den Werth der alten Schriftsteller vor nndseit JornandcS und seinen gctisircnden Quellen wägt, so kann füglich kein Zweifel indieser Frage sein; die Geten müssen dann von thrakischcr Abstammung und Spracheheißen. Wenn man nach geschichtlicher Analogie getische und gothische Cultur vergleicht,so muß man ihre Unverträglichkeit aussprcchcn; nicht daß die „Geten auf höherer Cul-turstufe als die Germanen gestanden hätten" (Geschichte d» d. Spr. 817.), sondernim Gegentheil, sie erscheinen auf der Stufe jener Völkerracen, die in Folge einer gerin-geren Bildsamkeit zu der Uncntwicklnng vcrnrthcilt sind, in der alle thrakisch-illyrischcnVölkerstämme in der alten Welt und in der neueren alle keltischen beharrten. Dasdritte Prüfungsmittel, die Sprache, könnte die Ergebnisse der beiden anderen allerdingsauslöschen. Aber es gewährt in diesem Falle fast nichts, als einige, wer weiß wie sehrentstellte Namen. Ich kann den etymologischen Scharfsinn bewundern, der jetzt sogar indem herodotischen Zalmoris Gebcleizis die beiden (in Vater und Sohn getrennten) gothi-schen Ansen bei Jornandes: 6agt gni xonui!. Ilalmal anfspürte; zur Entscheidung die-ser so verwickelten Frage aber ist der Sprachvergleichung zu wenig Stoff gegeben. Fürdie sprachliche Bcurtheilung konnte man sehr gespannt sein auf das (a. a. O. g. SV3.)mitgetheilte Verzcichniß gctischer Pflanzcnnamcn ans Dioscorides; ans ihm aber würdeich eine ganz andere Folgerung ziehen, als daß dies ein ältestes kleines deutsches Glossarsei. Was die Wahrschcinlichkeitsgründe, die Raum- und Namenverhältnisse, angeht,warum sollte cs sich in jenen Wanderzciten, wo so viele Stämme im Räume verschmolzensind, nicht Einmal getroffen haben, daß unter so zahllosen Völkerschaften Zwei mit ähn-lichen Namen aufeinandcrstießen! Warum sollten gothische Wanderer nicht aus Dacicndiesen Namen so gut nach Danien getragen haben, wie Marcomannischc den bojischenNamen aus Böhmen nach Baiern?
8) Ksrm. o. 3. Kai-Mus, vom altnordischen Imrübi, Schild. Die Imrituslesen, leiten es ans dem altsriesischen Imrj», schreien, her.