Druckschrift 
2 (1853)
Entstehung
Seite
149
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SluSgaitg bet l)öfifd)cn Jtunfl.fMfiorifdfeS ®olfS(ieb. 149

gum 3SoIfe fjerat) war, firebtcit bte bürftigften Äöpfe fte Wteber auf biehöl)e, nad) ben 2l)toiteit, gutüdguleiten, rtitb eifi nad)bcnt bteS gdttglidjmißlungen war, bradjett bann alle (Stäube bis itt bte nieberfte ^efe beSSSolfeS in baS ©cbict ber 2)id)tung ^ereilt rtitb bemäd)tigte ftd) jeber, (ogut eS gefeit wollte, (eines großem ober {(einem SltttfeilS. ü)enfelbcnpetnlidfett ©egenfafj nun, ben bie Äird)enrefortn»erfud)e im 15. 3afi'f*unb bie tf)eologifd)en 3« n ^ cr cien gegen bie ^Reformation SutfctS unbßwtngliS unb bte glorreichen Häntpfe bet ^uinaniftett ntadjett, ntadfenbie öfterretd)ifd)ctt ©ittenprebiger bcS 14. SafrljS. gegen SUlntar unbSrant, unb SRtdjcl Sefcim gegen §attS ©ad)S. (Sin gleid)eS, ebteSSSeftrebcn, ben befielt SBillett, bie fdjönfteit Einlagen tfeileit bie frühemmit ben (patent, unb fte haben nur bte begünftigetiben SSerfdltniffe nid)tunb mit ihnen entgeht ihnen ©litd unb ©eltttgett; fte haben itid)t bte£Ijetluaf)nte beS SlolfS, auf baS fte ftd) ftüfett {bunten, unb ohne biefefct)eitern fte mit ihren öcreinjclten Graften.

SBir haben oben ttod) in ber guten föftfdjen 3«it in ben öfterreid)i=fchett unb bairifdjen Sattheit am entfdftebenftcn bie elften Symptome beSUntergangs ber ritterlichen Silbung ttttb bcS SlnfattgS einer neuen ootfS®tfüntltd)cit gefuttben; wir haben beS ©tridcrS Klagen über ben S?er=fall ber |jofjitd)t ttttb bcS SRittertfumS gehört, wir haben SiitfartSSieber fetttteit gelernt, wo ein übcrtiuttfiger SBauerttftanb ftd) bettt 5Ritter=ftattbe nahe (teilte unb mit il)itt »ermifdjte. SBir föitnen beit weiterenVerlauf btefer SJerfciltniffe au einem fortgefenben $abctt bttrd) jwei »olleSafrfuitberte, in biefen ©egenbett feftftel)enb, »erfolgen. SBir werbenunten in einem attberett Slbfdjnttte ftnbcn, wie matt l)öftfd)et ©eitS ftd)in SBten an beut Sauernoolfc reibt, wir wollen fogletd) hören, wientan beiurifdjer ©eits in baS l)bfifd)e Sebett finaufftrebt; wir werben{Dichter hören, bie bem ritterlichen SBefett ttttb ©tanbe ben (Rüden fel)rcn,unb attbere, bie baS »erfallctte Sebett btefer Älaffe wicber fcijuftellcu unbju heben (heben, ohne baß es ihnen weiter gelingen fatttt. £)aS ausfd)öner unb ebler ©eftmtitng entworfene ®ebid)t; ber 9R eierte Im*pred)t 19G ) fdjließt ftd) ttod) gattj an jene Slütejeit ber (Ritterbidftungan unb blieft mit SBof (gefallen auf ben 3eitgenoffett SRitfart fitt, an

196) #.3of. Bergmann 1839, unb »ott .§aupt in betSeitfdjt. für b. Sltt. 4,

321. Sind) bab ®ebid)t wen bem Übeln Sffietbe, ba$ Sergntann (in ben SSßienerSalfvbücbent 1841, Slttj. S8i. N. 94) Tjat bructeit lajfett, jäljlt nutet bte Keinen ®tct)=tungen biefer ©egenbett unb Setten, bte bie »eränberten Sitten nufbetfen» ijl bte-Älage eines Seemannes übet bie groben äütßbcmbluttgeit feinet Stau, eine Slvt 3)ltnne,bte ben Stauen ©tbo unb Sfolbeuttfunb toat".