Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
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468
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468 ©üitritt beS JtuuftdjavaftcrS bet neueren 3eit*

fein Unterridjt Pon ber beutfetjen ©pradje imb S|3oefte (1682) fdjon Wegenbcö fiftotifdjen S£f>eilö imb fetned IXeberbltcfS ber frembett 3)id)titng,©Icmente, bte man in beit übrigen fßoetifern Pergcbltd) fudjt. @r neigtftd) abfieftiid) auf btefe fßarifjten I)in, unb be£>anbelt beit praftifd)=tfeoretifdjen Sifett frtapp; aud Sßetfed 3litftd)t, baf bie Siegel wenig( 3 e, bte Hebung piel widriger fei. (Sr fiat fcljott über bett pociifd)eit©ntfuftadmud geforfd)t unb, wie fpagebont, ber ©tfafrutig abgelaufd)t,baf bte unwillfürltdjften ©ebanfen bte befteti ju fein pflegten ttttb ausber @efd)id)te gelernt, baf üaffoö üBerbefferuttgett feine ©ebidjte nidjtbeffer getnad)t feitten. S)te Ueberfcittigung an beut Dfegelwefett fommtflttiäu, bad man bis aufd Sleuferfie getrieben fatte. SJlorfof fefbjlerjciflt 208 ), baf©taittdlaud SDlittd Pott 333eindl)eim, b. i. SofjanttedSuftud Sßtnfelmann, ein 33ttd) Proteus gefd)iiebett, worin er ttad) betSulttanifdjen Äunft anweife, wie ein jeber alfobafb of)tte SJtüfe etlidjetaufettb (ßerfe mad)ett föntte. ©t fetjt bed Sttllti 9 gad)et (®üte, ©töfe,SSeftäubigfeit, ©ewatt, Sßeidfeit, 33egierbe, Hugetib, Sßafrfeit, 9M)tn)unb beren ©oittrarta; ein febed gad) muf ttad) bent Sllpfabet in ftd)begreifen ©ubftantwa, Slbfcctipa unb SSerba; ein jegltd)ed Pott betterftett gadjern ift mit einem aufßerid)tetcn, bte conlraria mit einem um=geteerten 33ud)ftabeit gejeidjnet. 3ßte oft nun bte 33ud)ftabeu unter ein»attber perwed)felt werben fönnen, fo fönnett attd) bte geidjer bttrd) ein=anber geführt, unb wad barunter entfalten, jn einer Siebe ober einemßanniite gentadjt werben!" @o fatte and) Äuflmattn ein 33ud) arsmagna poetica perfetfert, bad natüritd) aud) ttad) btefer Snlltfdjen Äunfteingerid)tet gewefett weite! SUorfof £>at juerft bte beftimmte ©djeibuttgber ©attungen in epifdje, bratnatifdje unb Iprtfdje Sßoefte, unter ber ergattj rid)tig bfod ©efangftüde perfteft unb Pott ber er bafet 3 . 33. bie©ptgiamme ttod) befonbetd abfefeibet. ©in ©pod feilt aud) ©r nidjt fürmögfid), wie SBeife, weil ein gattjed Sehen bajtt gehöre unb bod) wenigSoftt 31 t f offen fei, weif ed nur SBenige 31 t bcurtfeilen oerftchtbett. Unterbtefe SBenigett würbe er felbft nid)t einmal gehören, bentt ed ift auffal«lettb genug, baf unter bett oteleit ffUnftern alter unb netter fßoeteit, bte eranfüfrt unb beurteilt, immer gerabe bie beffen: Router, Slrioft,©fafefpeare, ©alberon weift nidjt einmal mit einem 233orte erweifntftnb. llfod) itt ©tnent fßunfte befonbetd ftimtnt er mit SBeife jufantmett.Stefer urtfeilt pon ber alten beutfd)en 93olfdbid)tung weit anberd, aldDptf, unb fo fat SJiorfof, wie fefott fpoffmatittdwalbait, über fpand

268) SHotfof« Unterricht «, f. t», p. 538,