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3 (1853)
Entstehung
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(Eintritt bcg jtunftd)cira!tev§ ber neueren 8eit.

mir Sptelfeiten bed curiosus. 3ttfofent aber in Diiftö ©aufewtnb biebefttmmte fßerfon 3 e f en 0 gemeint ift, ift und bted ßwifdjenfpiel nebenhutiolbd fpäterer bramattfd)eu Satire gegen SBernide (bem *Pritfd)mei=fter) nod) barum bebeutenb, weil mir in biefett beiben Stüdeit innerhalbbeS Sdjaufpield bie elfte offene Ärttif unb Cßolentif entfielen fefjen, biehalb ber rotlje gaben werben wirb, an bem wir unfere 3)id)tungd=gefd)id)te fortjufiihreit haben.

3n biefett SDtoratitäten, Satiren unb $ettbejüglid)ett Stiicfeu fjicltman atfo beu früfjertjin beliebten Stoff ober £on feft, unb fo and) inbeit geiftlidjen Stücfett nod) I)ier unb ba biealtteftamentlidjenSötaterien;bie f$afftond= unb 9luferfiehungdftüde bauern nod) fort, obmof)l frciiid)Sanier unb ©eftnnuitg nielfad) fo neu unb neränbert erfd)eint, wiein bem Äirdjenlieb bed 17. 3ahrf)d.Die triumpt;irenbe Seele fpieltnid)t allein im Siebe, fonbern and) auf ber SBufyne; ber SSrautigam(Sfiriftud fjott feine Qmfefia aud) im Suftfpiele I)etm (2)an. 9Ud)terdarge ©tttnbfuppe ber 2Belt, 1070). SBefonberd (Stu Stüd non Änorrnott SRöfenroth, ein allegorifd)ed Suftfpiel non ber 9$cnnül)(ungSbriftd mit ber Seele, ift in btefer ^>tnftd)t merfwürbig; ed wirb unterallen beutfd)en Slllegortett ben ©albcronifdjen 2lutod am ndd)ften ftel)eii.3)ad Stüd fleht in lUtotrd öpeltcoit. Unter einem Äöntg 3)al)ar wirbbie SBeltlidjfett nerftanben; er liebt bie 9iaftma (Seele) unb bie Slbibe(SeiDenfd)aft; unteren Seelenfräfte). Jfafttna aber nerlobt ftd) mit gcbtl(Der wirfenben Sugenbart einer f)od)geftiegetieit Seele), biefer aber übcr=(äfft fte aud grennbfd)aft bem SJiamful), bem ©efalbten, Stjrift (bie 9?a--men ftttb aud bem Slrabifdten bejetdnienb). Sfbibe, weil fte non SRamful)erfährt, baft 3)al)ar, eigentlid) feütcd (Baterd Untertfjan, nogelfret unbUfurpator fei, ermorbet ihn, unb bann (oft ftd) Die Sache: 9D?atufuI)wirb mit 9?afttna, gcbil mit Slbibe oermäl)lt. 3Deit fdjwälfligen, lädjer-lid) nerftiegetien Sion ben ©eorg ^teinrid) SBeber, ein Düftianer tutSd)waneuotbett (Ippphanted), tu feinen poetifdjett üftufett (1661) unbattberen Sieberwerfen anftimmte, äl)ultd) wie fein ©enoff Schreiber(Sl)(nauber) ttt feinen grüfjIingSfttoSpen, bcl)teft er auch 6t feinem bra*matiftrten d)riftlic£)en Äreujträger (1652) bet. 2)ted Stüd ift fdjoit jumSittgfpiel geworben, uitb nad) btefer Seite fftt wanbte ftd) bad geiftlidje2)ratna überhaupt mit am früljeftett. @d warb Dper ober Dratorium inbett Rauben ber Debeftttb, frommer, 3of). Sacobi tt. 91., unb hieraufwerben wir unten nod) jurüdfommett. 9?ur non bem (Einen 3ol)aititÄlaj in Nürnberg tnüffen wir hier ein fßaar 2Borte hören, weil @r alsber Urheber einer gatij neuen bramatifchen @pod)e betrachtet wirb.