Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
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353
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©cifilidjc JDidjtung.

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Tonnten il)m genügen. 99?an »erglcidie (eine Bearbeitung bed 125.Vfalntd mit nittoern, wie fel)t mnct)t ftef) bad poetifdjc geltet bet if)nt Stift!(Sin tiefered Öbunftbebürfniß, ald bei bett ©pee nnb .fpardbörfer im hinter*gvunbe ficl)tbai' ift, nuf?ert ftd) in ttmt bei einem proteftanttfdfercn ©elfte,©ein bttt)t;rainbifd)er ©ang, feine feurige ©ftafe, feine gülle nnb 9lcid)«tf)nm oßne ©eleßrfamfeit nehmen ftd) in biefer reifröefigen 3 Ut gattjftemb and nnb erinnern und fd)ott metjr an ben ©d)wuug in ©rautetnnb Jtlopftocf.

2 Bemt ©tppfftud an biefc ©beiteten »orweirtd bcutenb mat)nt nnbnid)t ntel)r an Vergangenes jttrücf, fo ntadjctt wir bicfeit gortfdfritt and)bei Vattl ®etf)arb (and ®rdfcn[)einid)en 160(570), non bem bercl)rltd)e ©lanbiitd gelernt £>at. @t ftanb feit 1057 in Berlin, »on woer fpätcr (1005) wetdjett nutzte, weit et bad 9ie(igtoitdebtct beö großen©l)urfürfteu nidjt amtet)men nnb ben 9ic»erd, ftd) bed elenchi nominalisanf ber Äanjel 51 t enthalten, nid)t nnterfdjrciben wollte. ©t fanb 1069eine 3nflud)t in ber Saufiß nnb in biefen ©egenben finben wir nod) 3of).Stande neben tfjnt. 2Bet]tt ©tu ÜJlnttit unter ben (Sintern bed 17.3al)rt)d.liebendwürbig crfd)eint, fo ift cd ®erl)arb. 3 n bem ©rnnbtone feinerfiieber 21ß ) ginger, wie fein 9-lttbercr, auf Sutfjetd dd)tefte mir fo »er«anbette Sßcife jurücf, Wie cd bie Vetßältntffe »erlangten. Sötit 9tcdjtfagt Sßimtner in einer Slbljanblitng über ©etlfarbdSollt id) meinen©ott nid)t fingen," baß, wenn ®erl)arb 311 8 utf)etd 3 Ut gelebt, er infeinen Siebent nid)t fo »iet woI)lfließettbe Sieblidffeit, aber »telleidftmehrere ©rnfUfaftigfeit, Sutt;er bagegett, wenn et in ®crt)arbd 3Ut ge=lebt, unfehlbar meljr Sieblidjfcit, aber nid)t ntet)r ©ifet nnb ©rnftfjaftig«feit l)ätte Ijabcn fönnett. Um bei biefent Vcrtjältniffe fielen 31 t bleiben,fo fefjen wir ©erwarb feinem ganjen »erjagenben 99titgefd)led)te gegen«über mit einem Ifertltdfen 99tutl) audgerüftet, fo baß nantentltd), Wennman »on @rt)pf)uiö 31 t ifgit übergeben foltte, ber Slbftid) anßerorbentlid)anffatlt. Man »ergißt cd bei ber 9Migtond « 8 el)re nnb 2)id)tung, biefogern fanct nnb bnnfel ffet)t, gar fo oft, baß alfed ©nte anf bettt©rnnbe ber ^etterfeit wäct)ft, bie bartini ©ruft nnb Sßürbe itid)t attd«fdjtießt. Slbcr ©erwarb ift burdjgelfenb getroft nnb frof) »on ©emiitße;fein 3 )id)ter biefer 3 Utctt ntad)t einen foldfett ©inbrttd anf und. ©dfei, baß @ert)arb ntd)t in bettt ©rabe wie Cutter bie Sffielt fanntc, gelten

210) (Paul ©erljarba getjilid;e Slubadjtcn, uad; bet elften bunt; 3. ®. ©Oeling(KilSG7) beforgten Sluägabc, mit (Siiiteihmg jc. von Otto @d;ulj. 33etliu 1842.geben nnb Sieber von (Pautua @erl;atbt, von Sangbeefet. (Berlin 1841. (Paul®,getfllidje Siebet, von 1t. 5. (pf). SBarfernagel. ©tuttg. 1844.

®et». b. ®idjt. III. SBb.

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