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3 (1853)
Entstehung
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349
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©eifUidjc SMdjtung.

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als ben Unwiffenbeti. @S ift bieS ein ©rbattuitgSbud) mit eingcftreuteit©efditgen, btc abfid)tlid) etwas fang gcmadjt ftnb, weit man ju f>aufegemeiniglich Stift ju fangen ©efdngcit trage. 3)iefe Sieber ftnb jwarreicher an Vilbltdjfett als NtfiS, bie Sehre fnüpft ftd) an ©adjeu, bieVetradjtuitg an Slitfchauitng; bod) ftnb fte int Slllgetnetnett blau gehaltenimb weniges geht baritt auS ber hergebrachten lutherifdjen Sßctfe heraus:niete ftnb fogar ttod) ©elegenheitSlieber auf Verrichtungen nitb 8ebettS=tagen. 3n feinen gciflltdjcit fftoematen bagegen (1651) ift Vudjols etndtunfibichtcr nad) neuem Stile. ©ie fallen früher als bie .jpauSanbad)=ten; fo hat and) ©rtybhiuS feine Äuttftobcn eher gemad)t, afö feine eitt=fadjeren Sieber, unb man ftel)t beutlid), bafj gegen bie Seiten ©ct'hatbShin eine Iutherifdje ©egenwirfung gegen jene Neuerungen ber itunft ftd)hier uttb ba geftenb mad)t. 3n jenen früheren SBerfen Vitd)oljenSftttbeit wir einen gmtbettgefang auf bie SJfenfchwerbung (Shrifiß inDbtijenS .£h)mttcnmattter,wafferfalten ©tun" bet ferterheifien 2B orten.3tt feiner betrübten ©ton aber nähert ftd) S3ud)ofj betn 2mn beS ®rt)=phiuö. 2)ieS tft ein ftrobhif<h c0 ®ebtd)t, in welchem bie Vraut (Shriftt,bie Äitche, ©iott, ihren ehemaligen ©fattj, ihr gegenwärtiges ©leitbbeffagt. 5ßoetifd)e Sßdrine liegt batitber, fliefjcitbe unb reine Steffenftnb barin häufig, eine SicbcSfpradje gelingt I)iet unter beut geiftlidjetiVtlbe, wie fte im wetttidjen Siebesliebe nicht gelang; bie garbe beShohen StcbeS färbt biefeS ©ebidjt. 3)ent ©egenftüde baju, ber ge=tröfteten Stott, fetjabet bie gönn beS SlferaubrtncrS fd)ott bebcutenb.©aitj in baö ©poS gcrathen wir in beit längeren @ebid)ten öott berftreitenben Äirdje, bie ba ihre üetfd)tebenett SlfterSftufen fdjilbert. ©inSanbSntann »ott Vudjols ift ©ottfr. SBill). Sacer (1635 99),dlammerconfufent tit SBolfenbüttct. Sfttd) ©r ift einer jener Saienbidjter,ber wie Neuntarf in feinen Siebent 213 ) hie»-' unb ba uitgefd)eut einenweltlicheren £oit anftimmt, unb ber in freubiger Ergebenheit ber @e=ftntutng, in jener heiteren proteftantifdjen Suberftdjt gegen beit altenglud), überall an bie befielt .jphmnenbtdjtcr biefer Seit erinnert.

Vudjolj »ertljeibigt beit ©ebtaud) gefd)müdter Siebe in ber ftrdj=lid)eit fßoefte. Nod) beftimmter als @r tierthetbigt unb nod) fcd'cr ge=braucht fte 2lltbreaS @ri;phi 11 ö Äli ). 3n ber Vorrebe ju feiltenSpänen übet baS Selben beS .fpcrrit (1652) crflcirt ftd) biefer fclbftdnbigfte

213) ©eiftUdje Siebet, ©Dt^a 1714. «Sie ftnb in feiner Sugenb, li)of;[ in beit COet3al)ren gemacht, juevft in «Stettin etfebieneu, aBer alsbalb ndercrtö naebgebnteft.

214) $gl. Di'. 3nü Jjpernnann, itber Slnbr. ©ryp^tuö. Seihj. 1831.