(Spigrautme unb Satiren.
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ber SBi&btdjtung. Sic bcbeutenbfte ift bie aenigmalographia (SJfagbeb.1605) »oit 3of). Sommer; mit 9ted)t »erbiente fte, bafi mau fte mehr*fad) burd)fud)t unb SluSjugc baraud gcmadjt I)at 1M ). JDerfetbe lOianttfoll and) eine liepatologia hieroglyphica rhythmica hctaudgegeben f)a=ben, bie erfieit Sebetrettue, bie mir aber nidjt gefehcit hoben. Sind) biefe©attung wären gefeltige (Epigramme auf tebenbe SSeranlajfnngen ittipto*oijttt; il)te golbtte ßeit mar im 17. 3al)id). unb man fiel)t an iljneit,in wie weit felbft bad ©ptgramm bamaid eigentlich »olfdthümlid) wer-ben fonute. Spater galt Sd)d»e and äticl für ben elften, ber Seher*reime, bad Ungeeignetfte wad man baju ergreifen farm, btitden tief;unb er war nicht ber ©tttjige. Saft ftd) ©tefflinger mit bergleidjen ab»gab, ift fd)on oben gefagt; »on 1649 gibt ed eine Sammiung Joco-seria mensalia mit ettidjen Rimbert geiftlidjeti unb wetttidjen Seher*reimen; ein A. M. ber 1668 jweiljimbert Seberreinte Ejcuauögab, wirbSllfreb SDJoHer fern, ein c^auptmann unter biefeu Sdjnthelpoeteit, berauch eine „23inbeluft unb Slamenfreube" (1656) heraudgab, I;od)»er*ftiegene Siebet eiited l)öd)fi bürfttgen ©ratulanten auf bie Äalcnbcr*itamen jtt allgemeinem ©ebraud) bei ©eburtdtageu. Senn ed gibt feine©attuug ber poetifdjen 23(ätte(et, tu dpod)äeitdgebid)ten, ©ratulatioucn,©hrengebidjten, Stammbud)bldttern, ©pitaphien, Äürbidinfdfrifteuunb Sonfectbe»ifen, bie nicht epigrammatifd) bamaid wäre behnnbeltworben. 2luf »iel fletnlid)ere Spielereien itod) gleitet biefe »ielgebraud)teunb mijjbraud)te ©attung felbft bei Sogau herab unb ein ©hriftianKnittel gebrauchte balfer lieber gerabeju ben Sttel .fturjgebidjte füreine Sammlung (1672), bereit 3nl)alt er nidjt wagte für lauter ©pi*gramme ju geben. Sel)t l)äuftg muh bet Sogau bad SEBortfpiel bad @pt*graittm »ertretcu; ed muß außer ©ptgramttt ;ugteid) 3lfroftid)on fein;fdjott in bie Sitel eiited Siungebidjtd gehen häufig biefe Sänbcleicu einunb ed wirb bad SEßort bed ©cgenftanbd nach feinen 23ud)ftaben jetlegtunb betrachtet, ©an; befonberd häufig uttb beliebt bei Sogau unb in bergattjett iji ettbltd) bad Slttagramtu. Sol), gteujel in Seipjig hießfpottweife ber Stlbermaun, weil aud feiner ßeit fatttu ein fßortrait e.ri=flirte, bad er nid)t mit einem Slnagratnm »erfehen hätte. Stefe ftttbnicht gefammclt, allein ein Sabib Stenber fdjtieb (1667) ein gattjcd53ud) „beutfd)er Setterwechfel." Stefe Spielerei l)ot übrtgeud aud) ihre©egner. 23incenj gabritiud nennt biefe SlnagranimatiftenÄümmelfpalter,
194) 3n Süflcborn’ä 9tef>en|tmiben, p. 1-4 in .föoffniamt’S SWonatfcbrift fürfielt p. 100 unb neulich im ©efeliftpafter.