Epigramme uitD Satiren.
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ben Steint alß bas SüBcfett ber beutfdjen (Didjtfunft unb ben Sluöfpvnct)bet Silben fjtett er für gleichgültig; er war in ber frnd)tbringenben ®e=fcllfdtaft, aber er begrüßte fie nicht mit einem SBerfe; er hat fein eittji=geö (S^rengebidjt »oran flehen, unb wirb in ihren Stftcn alß ein 9Jtit=glteb aufgeführt, baß nicht gefd)rieben habe. 9lud) ftarb er gleid) nad)Slußgabe feinet großen Sammlung unb mit ihm feine Verbinbuugcn unbfein 9tul)m, ber ihm fonfit bei feiner Vornehmheit, bie ihm fd)on ©eb.Sllifdjer bei feiner 2)id)terei anredfnet, nid)t entgangen Weite. @0 fdjeint,wir ehren fein Verbienft in biefer ©attuug nod), inbem wir ben SlawenCer ©iungebidjte beibehalten haben, ben (Sr wol)l hauptfädjlid) aufsbradjte.
933 tr ftttben bei Sogau wohl alle möglichen ©attungen Heiner mitbeut ©inngebidit «erwanbter ober nidjt »erwanbter @cbid)te, bie manCantalß ohne Sluflattb unter einerlei Siubrif bradjte. ßuerft weifen tutefeine fprudj = unb priamelartigen @eüid)te auf baß SJtabrigal. -häufigftnb bie benStalienern unb Spaniern nachgeahmten ®ebid)te biefeß 91a*menß, fo wie and) bie 3ionbeau.v, ol)ne Unterfdjeibnng mit Epigrammenoermifd)t worben. ©0 nennt 33ud)tter bie ©onette fogar nur eine 9lrtEpigramme, unb umgefehrt frommer feine Epigramme ©onettd)en, fofürs fte and) ftnb. 3)aß SStabrigal fdjieb übrigenß Eaßpar 3iegler außSetpjig (f 1657) felbftftaitbig ab in feinem 93üd)lctn ’pon beutfdjen 9)tasbrigalen (1653, Seipjig), bod) fo baß im ©runbe nur ein fef)t geringer^Unterfchieb blieb. Er fagt, ein SStabrigal fei ein furjeß @ebtd)t, barinman ohne einige gewiffe SJtenfur ber Steinte etwaß fdjarfftmiig faffe, unbgemetntglid) bent Sefer ferner nadjjubenlen an bie Jpanb gebe. Eß (heilemit bem Epigramme, baß eß wenig ÜBorte unb weite SSteinungen mitftd) führe, baburd) eß mit einer artigen ©pißfinbigfeit in ben ©emüthernein fernere^ Stadjftnnen »erurfadfe unb bißwctlen ein feines morale oberSpruch einpreige. Stur habe baß SJtabrigal ber dußerlidjen gönn halbergewiffe Äcnnjeichen, währenb baß Epigramm in allerlei Stetmatten be=flehen fann. 3m SJtabrigal würbe aufangß eine (ßropofttion gefejjt,bartit man fo lange verweile, biß mau eß in bie Stunbe gebrad)t, eineEottclufton heraußjujiehett. Er jieht bie ©attung, wie nod) Steunteiftertl)ut, bem Epigramm »or, weil er fte jur 2)id)tung wie jur muftfalifd)eitEompofttion für leidjter heilt, weil fte ein ungebunbenereß Verßtnaßunb einen feineren ambitum habe unb ftd) mit guter ©elegenheit gittn93efd)luffe entrichten laffe: bie Epigramme feien ihm unb Sittberenwenig gelungen, weil bie beutfd)e ©prad)e ntd)t bte glüdlidje Äürjeber latctnifdfeit beftße; er wijfe jwat wohl, wie große SBorte Slnbere