Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
274
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274 ©intvitt bcö JhuifidjaraftevS bet neueren Seit.

gan; fo elenb wie bie »ott .Ktaj. 9tur (eine ablictjc 9tofe (1659) läfitfiel) etwa nod) ju jenen beiben Sammlungen [teilen; fonft ift im ©attjenbad (Spätere bad Sd)led)tere, wiewohl er in feinem Suftfämmerlciit(1655) meinte, er wolle mit bet 3dt ftetö bejjre Sieber mad)eit. Sind)er l)at bie Sßefterbaan uttb (Satd ju feinen nädjflett SJiuftern. SBerbicntSitter in biefer Seit ben Manien eines erotifdjen 2)id)terd, fo ift er ed.Sr, ber ald 9Jiilitär einen 2d)eit feiner Sieber im .Kriege fdjrieb, fefjt ftd)aber aud) über bie fdjtnafyenben „Srbwürnter" l)inweg. .fpiet ift Witfltd)»on bem 2ßed)fet ber Sufi unb bed SeibS in ber Siebe ein @efül)l ju fin*ben, f>ier Hingen tl)eilweife bie fpäteren Slnafrconttfer bed 18. Safyrljd.,t^eilweife bie DJJinnefänger an; wie bei biefen ftnb fjter wieberleljrenbe.Klagen über ben Älaffer unb SRadjrebner, über ben fjarten Sinn ber©eliebtcn unb einförmige Stebeöfehnfudjt, SEBerbungcn, 2ßünfd)e, Kla»gen unb Spiele, eintöniger fßretd bed *ßurpurmunbeö, ber Korallen;tippen, bed ©otbljaard unb ber Stlienwangen ber ©eliebtcn wiebcrljoltftd) wie bei Spaniern unb Italienern ober wie bei ben Sftiuitcfängctn.SRef)r in bem alten, ald in bem netten Siebedftil flagt er, baff itjrc J?enfd)=f)eit unb Dttgenb fein ^erj gewonnen, il)ter SBangen Sitten fein ^erjgefangen hätten, bafj ifjttt alle Sufi benommen fei, ba er feilten Söuttfd)nicht ^abett fantt, baff er fierbett uttb »ergehen möd)te. Uttb bied tjat betil)tn eine gewiffe 3i«(td)feit ol)tte Sdjwulfi, etwad Üftuftfalifdjed ol)ttebie weitläufigen iprofaperiobett, bie bei Dpit) ganje Stropt)en ftnitartnunb matt mad)en; »teltne^r mit fo »tet 2Bed)feI ber SBorfiellungett, atdein ÜJhtftftext »erlangt. SBcnigett Unebenheiten unb unsarteu Sind»brüdett wirb man begegnen, wenn matt ftd) ntdjt att Sinjclneö unb 3er»ftreuted ftöfjt. SJiufier »on ungefdjmtnftcreti, fd)Iid)teren, fttappertt, att»fprud)Iofett Siebent, atd einige unter ben .feilten ftnb, fattn man in biefen3eiten nidjt leidjt wteberftnbeit. — Der 'Dritte itt btefettt Kleeblatte ifttßljtlipp »on 3efen aud bem 3lnl)a(tifd)en (1619—89), ein ÜJfattn,ber itt bad gletdjmäfjige unb frtebltd)e SBerhältnif? ber bidjtenbeu @e=lefjrtenwelt bamald bie erfte Bewegung brachte. St war itt Sad)fenunter ©uetnj uttb SBuc^ner gebilbet, hatte Setpjig befud)t, batttt ittgtanfteid) unb ^ollattb gelebt uttb ftd) julejjt nach einem fahrigen, uit»ruhigen Sebett itt Hamburg niebergelaffen. 3 e f en I)otte ftd) ber Stttpfeh»hingen ber ©rotiud uttb Bofftud ju erfreuen wie Dpifj, er warb »onfeinem anhaltinifdmt gürften itt Shren gehalten, »ott beut .Könige »ottDänentarf befdjetift, »on bent Kaifet geabelt uttb mit ber jßfaljgraffchaftbegabt. Seine erften Strbetten würben mit Beifall aufgenomnteit;in ber frudjibringenbeit ®efel(fd)aft beftaunte man bie Dtefe feiner