268 (Eintritt bed Jfunfldjavaftevd bev neueren ßcit.
naturellen äüattiet oott 6f)tiftian SBeife fiter. 3n (einer Äomöbte bontStubentenleben (1657), wo bte geffiretjte Sittenlel)te bott ben tofjeit,gaitj auf bte natürlid)fte 2Bal)rl)eit geftellten Sd)tlbetuttgett bed Stu*benteitlebeitd übertäubt wirb, ift bief) 93etl)ä(tnifi am leidjteften ju ge*wahren. 916er eben (o in (einen ®ebid)ten, bte in jwei Sammlungen:SBeiEjraud)'- unb Sonnenblume (1659) unb ißoetifdjerSuftgarten (1660),und borltcgen. Seine Sdjäferliebet ftttb feljr entfernt bon ben fteljenbeitberfdjrobenen Lebendarten ber übrigen, ed ftnb fadjlidjere ©enrebilberbon berbent Sd)lage, battebeit Saufiteber in gtudeltl)aufend ISSeife,munbartlicfye Stfide, Siebedlieber ofyne bie l)erfömniltd)e Sfiröbigfeit,oft gemein unb gefdjtnadlod, aber nidjt fetten in leidjt gebauten Stro*pljett unbgcwanbt berfd)lungenett9ietmen, wie fteDfiif) nid)t Ejätte mattenfönnen, wte fte Sßeife bet Sd)od) erlernen fonnte. 3)abei berfteljt Sdfod)nod) formen unb ©egenftänbe ju wedjfeln; in feinen Sonetten ber*meidet er ben Slbfall in bad 5ß(attnatfirltd)e$ in anderen Stfiden fällt etmeljr in Dpitjettd falte äblafjmtfit; fo bietleid)t and) in feiner Hebet*fejjuttg berDbibifdjenSJietamorpljofen, bie wir (wie aud) bte bon3efett)ntd)t feniten. 2)od) ift bied bte Sludnaljme 162 ); imSlllgenteinen bildet ermit Sdjitmer unb gtitdeltljaud ein Kleeblatt, beten Itjtifdje Stüde me*fentlid) eine SLitte jwifdjen SSolfdbidjtung unb ber neuen fdjleftfdjenÄuitftpoefte einljalten. Unb btefi fpric^t Sd)od) felbft in einer feljrdjarafterifiifdjen «Klage übet eine äufterft bejeidjnenbe 2d)atfad)e bor*treffltd) aud: (St meinte feine Slrbeiten ju Streit bed grauenjimmerdeingerichtet ju Ijaben, unb befdjwerte ftd) bittet batfiber, bafj feineSieber wie bie bon Sdjtrmer unb gindeltljaud in !Dorffd)enfen unb aufSMerbättfe Ijerabfamen unb bon Sdjneibern unb Sd)ttftern gefuttgenwürben!
Slufjetljalb btefed Set^jig = 2)redbner SSerbattbed leitet und ®eorgLeumatf bon s Diüf)tl)aufen (1621—81), ^ßfalsgraf unb 23ibliotljefatin Sßetmat, jener (Srjfdjreinhalter ber fruchtbringenden @efellfd)aft (berSproffenbe) ju ©reffltitget unb ben Hamburgern über; aud) hatte etftd) unt 1650 in Hamburg eine 3eit aufgeljalten, fo wie aud) in&anjtg,wo er mit Sifc ftd) befreunbete. 3it feinem boettfdj=muftfalifd)en Sufi*Wälbdjen (Hamb. 1651) begegnen und Sd)äferltebd)en tn bent gewöhn*liehen frattjöftfd)*nteberlänbtfd)ett Stile, bettn aud) fein Stebling ift
162) SDafj bte ®iferfud)t aufDplfc in btefem Greife Butcbgebt, erhellt auch au« berUeBevfdirift eine« @b«n 9 ebi(l)te« Bor ©d)ocf)’S Sufigatten: „.fjer Sobanne« ©eorgiu«Scbocb Bon Setpbg", bte mit Berfebten SucbflaBen Bebeuten fott : „D Dptg, geb joWeg! lajj £etr ©tboeben fingen !!"