Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
258
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258 Sintvitt bcö jtunfldfavafterg bet neueren Seit.

würben. Sen Seren; in her ®d)ule lernen jti laffeit, i|'t itjm eine©dianbe, unb in betn Miles christianus beS (SraöntuS fnnb er fo gutesSatein unb mehr SBetS^eit als im ganjen Seren;. hierin alfo opitjirteer ntdjt, ein SBorwurf, ber il)m sott sielen ©eiten laut gemad)t warbunb beit er mit einer opiijitenben ®efd)idlid)feit ju einem 8obe innftcm*pelte. (Sr legte baS 3Bort nid)t auS, wie eS gemeint war, ben £)pij}überhaupt nachahnten, fonbern bloS flat unb serftanblid) wie Dpifcfd)tetben, unb entfernt sou bertreuen f)afterlid)en Slrt unb unerhörten5ßl)anta|te." Sie alte 3lrt unb 5ßl)antafte wäre iljtn nod) siel abfd)eu=lid)er gewefett, beim bie ®efd)id)teit son fDfagelloite, Sriftau unb 50ie=lufttte waren ihm alberne unb eleitbe ©albaberetett. 2Bte in biefentUrthetle, fo serratl) er in feinem (Sifet gegenalle bie (Stftubungcttunb ungefdfidten beiftänbtgen SBörter" bet teueren, baff ihm allefPhaittafte abgeht 155 ); faunt hebt er ftd) in ber Sljcorie fo weit, ein ge*wiffeS SBerblümteö unb 3lllegorifd)eS als eine (Sigcnfdfaft ber bid)tert=fdjett gotnt jujugeben.Sluf eine sorgenommene SÖfaterie bie poetifct)enfigmeuta ber Siliert fein mythologice ju aceommobiren unb ttad) Slrt ber=felben, and) ber jet)t lebettbett red)tfd)affenen poetelt, in einer continuUrenbett Slllegoricn ;u fd)reibett, bie ©emütfjet ber 90Zenfd)en mit jicr=licken exclamatioiten, artlidjen prosopopaeien rt. bcrgl. rI)etotifd)en gt=guten bewegen fbittren, bafi ihm etgcntlid) ein guter 5}$oet fein."Slber er felbft serfteigt ftd) am wenigften in bergleid)en gtgiiieit, er bleibtin ber wahren ÜJiitte jwifdfett bem ©dfwulft ber neueren unb beut ®e=meinen ber alteren Sid)tfd)ule, b. h* er wirb wäffertg. 3 c fen anagram»matiftrt feinen 9famett SoattneS 3tift mit einem (Soiitplimcnt auf feinenfltcfjenben ©til in: (SS rinnt ja fo; ohne baS (Sompliment be;ctd)tietbaö Slnagramm sortrefflid) bie breite unb fdjaate ©djreiberet beS 9Jtatt=neS, bie fo burd)gel)enb farblos ift, bafi ftd) auch fautn ein einzelnes @e=bicf)t unter ben taufenben ausheben lafit; bie glenting unb Slehttlidjelitten an ber SJttttelmäfiigfeit als an einem gehler bet 3eit, über ben fteftd) ;u günftiger ©tunbe mol)l h°^en; allein hier ift fte gehler beS

155) 3n bet S3orrebe ju ben neuen btmmliftfjen Siebent 1651 beißt eb :3m @e-gentbeil fantt fein etenber Oefrbnuer unter ber Sonne gefuitben inerben, als memtunfete Dteimenjimmerer fo gar ungefdjicfte beiftänbtge SQBörter an bie felbftflänbigenfttefen. ©a muß eb oft ihrer tiefen Jtunft naef) beißen:ber b«be falte SBriiutigamBrennt ipt in bitfer Siebe", u. f, 10 . Unter btefen ffietfpielen folgt bann bab fo oft inS3olfbliebern unb im SÖtinnetieb fetjon »orgefommene:Sie gab mir einen rotf)en .Suß.SBarumb aber, fragt er babei, barum nietieiebt, baß fte blaue Sefpen batte-?" Sticbtbif (barafterififtber für btefer Seute efle flrofa, alb biefer Sag.