256 Gmitntt beS HunjldjaraltevS ber neueren 3eü*
(1650) befennt er ftd) aud) bon bem 25eifpiel Der f]3egnii3fd)afet ange=frifdjt, unb ganj wie Älaj (ein Nürnberg, fo befingt er barin baSbraunfd)weigifd) = Iüneburgifd)e bjauS nnb bie 3uliuS dlniberfttät in ber©nlletbung einer @d)äfererädf)iung, allein er weif fef)r wof)l, baf bie(jlegntfer mit biefer ©attung wteber auf Dpif ober auf ben lateinifdjen@ebid)ten beb äwetten 2otid)iuS ruljen. SllS »eiligen Dpifianer erfenntmau if)n in feiner ©d)dferbeluftigung (1653)/ §irtengebtd)ten unb©dfetsliebern, wie er fie nennt, b. I), nidjtS weiter alö weltlidfcn, ero=tifd)en ober moralifdfen Siebern, in welchen (enteren befonberS er Dpifförmfid) nad)af)mt unb ganj in beffen planem ©tile rebet, nur mit etwasweniger SSerftiegenljeit unb etwas meljr @emütf)lid)feit unb muftfali*fd)em ©tune. 2)ie poetifdje Sterbe ber ©tabt 23raunfd)weig enblid) iftber borttge ©uperintenbent SlnbreaS bpeinrid) S3ud)f)otj (1607—71),ben wir erft aiS geift(id)en 2)id)ter unb als 91omanfd)reiber genauer lernnen lernen werben. SQSir werben iijn in einer gewiffen SDtitte swifdtenDpif ober Oiift unb SlnbreaS @rt)pl)tuS erblicfen; gerabe in bem nur,was als we(t(id)er ©toff bierfjer gehört, in feinen Ucbcrfefungen auSJporas ober Suciatt, ober in feinen £)dftfd)en @elegenf)eitSgebid)ten auSben 40er 3al)ren, bie burdjauS fteif nnb ptofatfd) ftnb, fo pinbariftrenbfie and) ^od) gelten, ftetyt er überall neben Dptlj.
© d) l e S w t g = ^ o l ft e i n warb ältnlidj wie ©d)leften burdf eineneiujtgen 9Rann bebeutenb in bem poetifd)eti SSerbanbe ber Seit* 2)ie ge=fd)ül)te Sage beS SanbeS mad)te, baf Dpit) felbft I;ier eine Seit lang borbem Stiege l)inflüd)tete. ©elbft Schien nahmen bal)er an ber neuenbeutfdten 2)id)tung ttjätigen SClteil unb eS ift nad)äuweifen, baff aud)bcinifd)e Ueberfefuitgen unb $oeften (j. 23. etneS ©eberin Serfetfen)butd) bie SRcilje ber beutfdjen 3)id)tung l)erborgerufen würben. !Rad)bemDpifs weg war, warb fRoftod bie näd)fte ©d)ule für bie ©imbriet.(Rad)el, ben wir fpäter rtdljer erwähnen, unb (Rift bilbeteu ftd) hier,erhärte Dpifianer unb ua!)e greunbe bon Sfd)erning. SRur 3ad)ariaSSunb, ®icar in 5larl)uS, ben aud) „bie ©eudie, bie Dpif l)erborgerufen"ergriff, ftubtrte in SBittenberg unb warb ein ©djüler 23ud)ner’S. 2Birwollen uns bei feinen „artigen beutfd)en @ebid)ten" (Seipj. 1636) uid)taufljalteu, bie meiftenS Ueberfefungen aus bem Sateinifd)en, (Riebet*länbifdjen unb befottberS granjoftfcljen ftnb, unb bie er eigentlid) bloS,wie aud) (Rift feine gugenbgebtd)te, jur Uebuitg in fremben ©prad)ettgemalt; reine 23ud)er^eugniffe, bie felbft ba, wo fte leid)ter aus ber l)er=!ömmlid)en ©d)wcrfälligfeit berauStreten unb treulofe flanbrifd)c Sieb*fd)aften im 2lnafreontifd)en Sone beftitgen, immer nur ben (ßebanten