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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
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506
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LrKutenmge».

in dm mannichfachsten Beziehungen, glänzend auch bei den Erobe-rungen Portugals in Afrika und Asien, wo sie unzählige Städteund viele große Reiche eroberten und Indien zinsbar machtendurch Waffenthaten, die den Ruhm der alten Griechen und Römerverdunkeln. Wodurch sich aber neben diesem Glanze der Tapfer-keit noch ganz besonders des Volkes Gedächtniß für die Ewigkeitgesichert hat, das ist, daß es nie einen Portugiesen gegeben, dersich gegen seinen König empört hätte: eine Thatsache, welche ichmich nicht erinnere von irgend einer andern Nation gelesen zuhaben," (Nach Iteorov Uinto,)

Strophe 136.

So daß du würdest Alerander gleichen:

Das Glück Achills selbst müßte vor dir schweigen,"

(Fonseca,)Alle diese schönen Wünsche und Rathschlägestellten sich in der Folge als eitel heraus. Sowohl die großenSiege und Eroberungen, welche in Indien gemacht, als auch dieandern günstigen Ereignisse, die jeden Tag aus Afrika gemeldetwurden, reiften bei der persönlichen Neigung des Königs DomSebastian in seinem Geiste Gedanken und Pläne zu großen Unter-nehmungen , da er überzeugt war, daß seine Feldherren solcheThaten zu verrichten im Stande seien, über welche die ganze Weltstaunen sollte. Er glaubte die Verpflichtung mit der Krone über-nommen zu haben, unter seiner Herrschaft noch größere, für Thronund Land Ruhm und Wohlfahrt begründende Ereignisse vorzu-bereiten und herbeizuführen, als die große Vergangenheit seinesVolkes und seiner Vorfahren ihm zeigten.

Zu diesem Ende befahl er Kriegsvolk im ganzen Reiche an-zuwerben , Waffen zu vcrtheilcn, Führer und Hauptleute auszu-wählen , welche die Mannschaften im Waffendienste unterwiesenund einübten, damit er seinen großen Plänen gemäß zu derenVerwirklichung schreiten könne.

Zu dieser persönlichen ehrgeizigen Richtung des jungen Für-sten fand sich bald die gewöhnliche Schmeichelei seiner Umgebung,um ihn in Bezug daraufzu ermuntern, und so, aus seine Wünsche