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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
499
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Strophe 41.

Berg e Salzes werden nimmer wehrenDer Faulmß oller Körper, die erschlagen . . . ."

(Fonseca.) Die Insel Ormus liegt am Eingänge des per-sischen Meerhusens, zwei Meilen vom Fesilande entfernt. Siehat drei Meilen im Umfange, bringt aber weder einen Baumnoch Pflanzen hervor, weil der Boden rings dick mit sehr weißemLalz bedeckt erscheint: daher ihre Utzfruchtbarkeit.

Strophe 42.

Welch rnhmesvolle Lorbeern seh' ich windenVictoria um des Helden Haupt zum Kranze,

Wenn furchtlos, ohne Zagen je zu künden,

Er Goa stürmt im blutigen Waffentanze,

Das hochberühmte Eiland!"

(Fonseca.)Wird die Stadt Goa befestigt, so ist sie ge-radezu uneinnehmbar, indem ihre Lage von Natur aus schon sehrstark ist durch das sie von allen Seiten umgebende Meer, desseneiner Arm sie von dem Lande Hidalkan's trennt."

I.uis hlonclos cko Vusoou volles, 8itio de I.isboa.

Strophe 4S.

,,.Und dies geschieht am Tage

Der festlich Katharina'« Namen trage."

(Fonseca.) Die Stadt Goa wurde zum zweiten Male durchAlfons d'Alboquerque eingenommen am Feste St. Katharina's,den 2b. November 1510 ; seit jener Zeit blieb sic der Hauptsitzder portugiesischen Besitzungen in Indien.

Strophe 46.

Denn wenn der Hunger, rauhe, wilde TageUnd Siechthum, Pfeile, der Geschütze Grauen,

Tie Jahreszeit, das Klima häufen PlageDem Heer, dem trotzdem fest stets zu vertrauen:

Erscheint'« als wilde Rohheit ohne FrageUnd läßt unmenschliche Gefühle schauen,

Di- härtste Pein für Sünden zu erkennen.

Die Lieb' und Menschnatur entschuldbar nennen.