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Thaten seines Fcldherrn Pacheco dcn vollsten Anspruch hatten ider dankbare Fürst wollte auf diese Weise bewirken, daß desHelden Name mit Ruhm in der ganzen Christenheit genannt undgefeiert werde. Aber wenn wir wissen, daß Menschcngnnst undMenschcnvertraucn trügerisch und wandelbar sind, so wird csuns nicht schwer fallen, zu folgern, welches wohl die Beloh-nungen. der nicht durch bloße Worte, sondern auch durch dieThat bewiesene Dank und die Vergeltung waren für die Dienstedieses tapfersten aller Helden des Portugiescnvolkts. Als derKönig vernahm. daß Pacheco sehr arm geworden war. weil erim Kriege für ihn seine ganze Habe zusetzen mußte, erinnerte ersich zugleich. daß dieser Mann aus Indien. wo er mit demglänzendsten Erfolge das Reich der Portugiesen in unzähligenSchlachten vergrößert und gesichert und sich so zum Trägereines erlauchten Ruhmes gemacht. nichts als eben diesen Ruhmseiner großen Thaten mitbrachte, — so ernannte er ihn zum Statt-halter von San' Jorge - da - Mina, einer Stadt in Äcthiopien.woselbst reiche Goldbergwerke große Schätze nach Portugallieferten; hier sollte der Held auf seines Herrn und seineneignen Stutzen schauen. Doch ist es sehr natürlich, daß erauf einem solchen einträglichen Posten nicht unangetastet vomNeide Vieler bleiben konnte; und so kam es denn, daß man baldseine Rechtschaffenheit und Ehre verdächtigte, indem man ihn an-klagte. daß er sehr bedeutende Massen Goldes seinem Könige ver-untreut und noch viele andere Verbrechen und Uebelthaten began-gen habe. Kurz, man brachte es so weit, daß der leicht irrzulei-tcnde König befahl. Pacheco mit Ketten an dcn Füßen geschlossennach Portugal zu bringen. Hier. in einen Kerker geworfen, be-fand er sich in der elendesten Lage. bis mit aller Gründlichkeitdie verschiedenen Punkte seiner Anklage durchgegangen und unter-sucht worden waren; aus dieser Procedur ging er rein her-vor. da sich herausstellte, daß die Vergehen, deren ihn seineGegner ziehen. zum Theil erlogen. zum Th-il leicht undunbe-deutend waren. Man entließ ihn nun sofort aus dem Gefängnißund setzte ihn wieder in seine Ehren ein. ohne ihm jedoch deshalbdie für so ausgezeichnete Dienste der Tapferkeit schuldige B-loh.